Komm sach watt!

Wenn es nicht das www wäre würden hier oben Fotos meiner Kinder hängen. Ich freue mich über nette Kommentare, Kritik vertrage ich überhaupt nicht und ich bin kein Freund von Smilies, man sollte sich auch so ausdrücken können.

Thanks for stalking. Komm sach watt!

Samstag, 11. Februar 2017

Fortsetzung

*Lufthol* Gewohnt in dem Haus hat ein Frauenpärchen. Irgendwas zwischen 50 und 60 Jahre alt. Die sollten zeitweise 8 Hunde gehabt haben. Die anderen wären verschwunden. Als wir mit der Polizei da waren kam gerade der Nachbar mit seiner Frau. Tatsächlich ist es der Bruder der einen Frau. Die müssen ja auch gewusst haben wie das da aussah. Und er ging zu seinem Haus und lässt erstmal einen Schäferhundwelpen raus. Rassehund muss es eben sein. Von den dort mitgenommen 4 Hunden ist nur noch einer hier bei mir. Der schwarz-weisse. Den alten Jungen musste ich nach genau einer Woche einschläfern lassen. Es ging einfach nicht mehr. Er hat die Hinterbeine nur noch hinter sich hergezogen. Ich erspar das Video auch hier. Carla hatte es bei Facebook gepostet, weil ich sowas natürlich auch nicht alleine entscheiden will und es ihr geschickt hatte. Was für eine Entscheidung. Und die Hunde wissen das. Ob blind und taub, er wollte auch die Bockwürstchen nicht essen. Nicht schön, aber ich wollte dabei sein. Eigentlich waren 5 Leute vor mir dran, aber Carla hat von der Arbeit aus in der Klinik angerufen und ich durften hintenrum rein und somit schneller das Ganze hinter uns bringen.

Zeitgleich konnte ich von dort das kleinere "nur" blinde Mädchen kastriert und rasiert mit nach Hause nehmen. Das andere blinde Mädchen hat ja Senhor Gilberto genommen. Aber auch für sie müssen wir noch jemanden finden, dort ist sie schon mal die Treppe runtergefallen. Die wurde nun vorgestern kastriert und mit Hernie operiert. Für das kleinere Mädchen, das wir Soffi genannt haben, hab ich ganz schnell ein Zuhause gefunden. Wer hier länger liest kennt vielleicht "Bex" aus den Kommentaren. Sie hat, hochschwanger, zu ihren 3 Hunden, der Katze, zwei Kindern noch diesen besonderen Hund genommen. Unglaublich! Vielen Dank dafür. Dann hatten wir auch noch Glück mit den Flugpaten für Stuttgart und Soffi passte mit ihren 6,5 kg noch ins Handgepäck. Alles gut überstanden, gut angekommen. Was für eine schnelle Adoption. Hier, so kam sie nach der OP, frisch rasiert und gut duftend:




Einen Tag vor Soffis Flug sind sage und schreibe 8 Hunde nach Hamburg geflogen. Absoluter Rekord dank Sohnia und den Flugpaten Levke und Holger. 7 Adoptiert und die beiden haben Telma in Pflege genommen.

Am gleichen Tag als das blinde Mädchen kastriert wurde erhielt Carla einen Anruf von Mutter und Tochter, die mal eine Katze von ihr adoptiert hatten: Sie hätten einen Welpen gefunden, aber der hat irgendwas komisches am Bauch! Foto geschickt...




Carla hat die beiden gucken lassen, ob die Mutter da in der Nähe ist oder noch mehr Welpen. Aber es war nur noch ein toter Welpe. Da wir beide keine Zeit hatten, waren die Leute so nett und haben ihn direkt zur Klinik gebracht. Da hat der hat gar kein Pipiloch, die Beule ist mit Urin gefüllt. Gleich operiert. Grosse Angst der Ärztin, dass das Loch entweder wieder zuwächst oder zu groß ist und der Pullermann immer raushängt. Zu der ganzen Quälerei hat man auch noch die Rute kupiert. Aber diagonal. Als er am Tag nach der OP herkam war er wirklich ein Häufchen Elend: 







Inzwischen geht er den Großen hier auf den Keks und die Milchzähne tun echt weh beim Spielen, aber kann man ihm böse sein?









Und dann waren wir noch im städtischen Tierheim Obidos als wir von der Kastratour wiederkamen. (Da hatten wir eine 67 kg Deutsche Dogge, die aber mit den Besitzern hinter uns fuhr, was für ein Hund!) In Obidos sass ein Hund in Quarantäne, der 8 Tage zwischen Mauern, also quasi in einem Loch gefangen war. Liess sich auch nicht anfassen. Die wussten nach einer Woche noch nicht ob Junge oder Mädchen.   


Hab der die das dann abgeholt nachdem so viele Hunde geflogen waren und siehe da, es ist ein Junge. 


Er ist auch gleich am Donnerstag kastriert worden und schon sehr aufgetaut. Weiss noch nicht wie er mit den anderen ist, aber das testen wir nächste Woche. 

Dann rief mich Kind 2 am Montagabend, ob ich mal eben rauskommen könnte vor´s Tor, da wäre eine Frau, die mit mir sprechen wollte. Hm. Ein zartes Persönchen Ende 60. Sie würden hier im Dorf ein Haus haben, aber sind nur am Wochenende hier und sonst wohnen sie in Estoril und haben eine Hündin gefunden und wissen nicht wohin damit. Wir sind dann zum Auto, wo ihr Mann auch stand und im Kofferraum ein Häufchen stinkendes Elend. 




Wir haben sie dann gleich gebadet. 


3,8 kg. Am nächsten Tag beim Tierarzt 3,6 kg. 1-2 Jahre alt. Leishmaniose negativ getestet. Nieren- und Leberwert gut. Im Darm war irgendwas hartes zu fühlen. Das waren aber dann "nur" furztrockene Ködel. Die Vorderpfoten sind völlig geschwollen und vereitert, da unten offen (darum hat sie auch so gestunken wie Frau Hernie seinerzeit aus den Ohren), aber es wird so langsam. 2 x waren wir zum Doc um diverse Injektionen abzuholen, ab Montag gibt es noch ein Antibiotikum und dann wird vielleicht mal irgendwann gewedelt. Das hat sie wohl verloren, aber das finden wir wieder. 

Hab gefühlt irgendwas vergessen zu erzählen. Aber dieser Blogeintrag hat den ganzen Tag gebraucht. Ich schreib gerne in Ruhe und in eins weg, aber das klappt nur morgens zwischen 6 und 7. Wisch ju watt

Sonntag, 29. Januar 2017

Kam wieder Hund dazwischen

Nun aber die Geschichte von Dienstag. Wir wurden vom Amtstierarzt Obidos informiert (der war eigentlich nur Urlaubsvertretung, sonst wäre es die, die so gerne einschläfert gewesen), dass 8 Tage zuvor ein Haus geräumt wurde und in diesem Haus noch 4 Hunde alleine sind. Dazu kamen diese 3 Handy-Fotos. Ob die nun furchtbar oder schrecklich oder furchtbar schrecklich sind kann jeder selbst entscheiden. Sind ja alle alt genug oder eher im gesetzten Alter. Aber es sind eben Hunde, die ich hier habe und nicht die nicht irgendwo sind. Man sollte eher froh sein, dass der Geruch nicht mit überliefert werden kann...






Das war der Stand der Dinge. Carla ist dann am Dienstagmorgen zur Polizei und die sollten mit Schlüssel mit uns dahin. Da Mann immer gerne mal meckert wo denn schon wieder die Hunde herkommen, hab ich gedacht: "Gleich mitkommen und auch gucken!" Wir wussten ja auch nicht uns erwartet. Die Polizei konnte den Schlüssel nicht finden, den hatte der Vermieter des Hauses aber abgegeben. Nach 1,5 Stunden auf der Wache ist ein junges Polizistenpärchen mit Carla hinten im Auto los zum Haus und wir ab einem Treffpunkt hinterher. Da kommen wir an, Haustür ja zu, aber Scheiben eingeschlagen. Durch die kaputten Scheiben kommt ein Geruch.... So, denn schliessen Sie mal auf. Wie? Wir haben keinen Schlüssel, so die Polizisten. Dann kam wohl die telefonische Genehmigung vom Vermieter wir könnten irgendwie rein. Mann hat dann festgestellt, dass die Haustür in 2 Hälften war, also man konnte den oberen Teil wie bei einer Pferdestalltür aufklappen. Das ging ja einfach durch die kaputten Scheiben. Plastikkiste gefunden und davor gestellt und dann über den unteren Teil rübergeklettert. Es war dort wirklich schweinekalt, aber der Geruch... Direkt hinter der Tür war der erste Hund. Steinalt, taub und blind, aber gebellt hat er. Links war ein Zimmer, da drin war eine Hündin. In der Küche war eine Hündin und eben der in dem einen Badezimmer, der auch noch angebunden war. Alle waren durch Absperrungen getrennt und irgendjemand hatte denen Trockenfutter gegeben. Gut so. Das war unsere größte Angst, die Hund da halb verhungert und verdurstet zu finden. Ich lass jetzt mal Videos und Fotos für sich sprechen:














Man stelle sich das alles noch dunkel vor, denn Licht gab es nur hinten durch das Badezimmerfenster wo der Hund angebunden war. Darum dachten wir auch erst, dass die Hunde eventuell darum Probleme mit dem Gucken haben. 






Tja, kannste ja keinen da lassen, oder?





Bin dann am Nachmittag noch mit den 3en zur Tierärztin zum Check. Der schwarz weisse ist einfach nur dünn und hat gelbe Beine, die auch beim Baden nicht weg gingen, das dauert noch etwas. Es hat sich rausgestellt, dass alle 3 Podengos sehr alt sind, alle blind und der ganz alte Junge auch taub. Grosses grosses Problem. Wie letztes Mal schon bei der Yorki-Mix-Hündin (hab ich die überhaupt hier gezeigt?), hab ich keine Möglichkeit für blinde Hunde. Die können in jeder Sektion abstürzen. Ein Mädchen (mit Hernie) konnten wir bei Senhor Gilberto unterbringen, der hat schon 3 Hunde von den Popcörnern genommen und insgesamt glaub ich 10. Sehr sehr liebe Leute, aber auch schon über 70. Die 2. Hündin ist am Freitag zum Kastrieren hier in die Klinik gekommen und bleibt bis Dienstag dort, das gibt erstmal Luft. Der alte Junge ist hier und bewegt sich in einem kleinen Radius, den ich für gefahrlos halte. Hat sich in 2 Tagen zurechtgefunden, wo er wieder rein muss, wo Wasser ist und läuft echt so mit. Aber er läuft ganz ganz schlecht. Schwere Athrose bis in den Rücken sagt die Ärztin. Knochen auf Knochen.  






Fortsetzung und mehr Infos folgen im nächsten Post.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Sie war stets bemüht

allen zu antworten. Steht bestimmt mal auf meinem Grabstein. Dabei will ich ja gar keinen Platz auf so einem Modergelände. Ich bin auch stets bemüht es allen Recht zu machen, aber manchmal hör ich nicht auf gute Ratschläge, weil ich Dinge so nicht stehen lassen kann, weil ich aber auch nicht immer schreiben kann, was ich sagen will. Und weil ich weiss, dass mich das dann nachts beschäftigt... das will ich nicht, das muss raus. Und dann, anschliessend, ist es für mich geregelt. Auch wenn ich dann (und jetzt) vielleicht etwas wirr oder kryptisch schreibe. Für mich ist das wichtig. Warum soll ich zu anonymen Schreibern freundlich sein? Ich muss auch gar nicht zu allen freundlich sein. Das ist mein privater Blog und ob der nun seriös ist oder nicht kann der geneigte Leser selbst entscheiden. Anonym gibt es hier nur noch mit Freischaltung, sonst kann sich ja jeder selbst beweihräuchern.

Hab jetzt eben beschlossen. Diese eine Stunde ist meine. Und ich schreib einen neuen Eintrag hier. Seit Samstag komm ich nicht zur Ruhe. Also in Form von keiner Zeit, nicht in Form von burn out, eher on fire. Samstag ja mit Fullhouse dank Sohnia geflogen. Kopfschmerzen beim Flug bekommen, das passiert ja öfter mal, manchmal verschwinden die auch beim Landen von selbst wieder. Dieses Mal nicht, also Tablette noch eben rein und ich lag gerade eine Stunde im Hotel, da musste ich hoch und rennen. Fragt nicht. Vorher auf dem Weg zum Flughafen rief mich noch Kind 2 an sie hätte gerade geko.... Sie dachte aber sie hat sich an ihren Spinatstäbchen überfressen. War wohl doch nicht so. Ey, jede Stunde zum Klo, gar keinen Schlaf, aber das war nicht das Schlimmste. Das Allerschlimmste war: Ich musste ja wieder fliegen! Half ja nix, ich war nur sehr dankbar, dass es im Flugzeug diese gefalteten Tüten gab. Und ich hatte glücklicherweise und das auch für Mitreisende, eine 3er-Reihe für mich und somit 3 Tüten. Es war Hölle, es war nicht schön. Aber hey... überlebt. 

Den Sonntag hing ich dann etwas in den Seilen. Immer wieder Magenkrämpfe. Eigentlich wollte ich einen Hund abholen, den der Parkplatzeinweiser gefunden hatte. Der, von dem wir die schwarze Hündin kastriert hatten, die hier nicht fressen wollte. Das hab ich dann am Montagmorgen gemacht. 

    

Und dann hab ich mich noch breitschlagen lassen und die hier (alles Mädels) aus´m Norden weiter genommen. Die hatten mich um Hilfe gebeten und von dort hatte ich schon mal ein oder zwei Hunde, wo der eine an der Impfung gestorben war.





Und morgen erzähl ich die Story vom Haus mit den 4 Hunden. Heute ist Kastratour und ich muss los.

Freitag, 20. Januar 2017

Kalt in Portugal

Es ist echt kalt hier nachts. Unter Null. Heftig für die Portugiesen. Tagsüber ist es zauberhaft wenn kein Wind ist. Wir haben´s ja schön warm, die Hunde auch alle. Da werden so einige Portugiesen sich den Popo abfrieren, aber die klemmen an ihren offenen Feuerstellen, wo die ganze Wärme nach oben weg geht, essen mit Mantel an Abendbrot und gehen dann ins klamme Bett. Wir denken allerdings eher: "Die armen Hunde in ihren Betonhütten und alten Eisenfässern."  

 Was sonst so los war: 



Kate ist gebissen worden (am Hals) und stand wirklich unter Schock.



Ab zum Nähen.


Da ich nicht weiss, wer es war (über Nacht) kann ich sie nicht mehr mit den Anderen laufen lassen. Nun ist sie hier tagsüber am Haus im Zwinger, aber nachts mit Heizung im alten Haus in einem großen Käfig. Sie ist aber schon wieder gut drauf.




Balu ist dank der Tabletten von Annelies auch gut drauf: 


Die letzten Welpen sind sehr sehr süss und werden aber auch mit 4 Wochen immer noch ganz doll von der Mama betüdelt:


Dann gab es beim letzten Eintrag einen Kommentar von brisy, ob ich es verstehen kann, wenn sie sich ihren Hund woanders her holt. Eigentlich ist es egal welcher Hund wo gerettet wird. Auch wenn wir uns 16(?) Jahre kennen. Da durchläuft auch jeder den gleichen Check ob es passt oder nicht. Allerdings frage ich mich, wenn ich da so den Kommentar/die Begründung lese, ob ich zu wenig "Drama" bringe. Ich hasse und vermeide das Wort Tötungsstation. Zieht natürlich immer gut im Tierschutz und auch viele Besitzer finden es immer sehr wichtig zu betonen "Ich hab einen Hund aus der Tötung!" Das Wort Tötungsstation ist eher bei Schlachthöfen angebracht als bei Tierheimen, die oft nicht anders können, weil die Bevölkerung zu dumm ist. Aber das eine ist ja "Nutzvieh". Ich zeige ja keine wirklichen Horrorfotos, weder hier noch bei Facebook. Das mach ich mit mir aus. Könnte ich zwar täglich. Gerade wieder 6 oder 8 von Jägern erschossene Hunde, die eigentlich von Tierschützern gefüttert wurden, aber nun mit blutigen Löchern gefunden wurden. Hund mit Bein in so einer Schnappfalle, eine Hündin im Tierheim geworfen hat und die anderen 6 erwachsenen Hunde mit im Zwinger alle Welpen, samt Mutter, totgebissen haben, der steinalte, Haut und Knochen-Hund, zu schwach zum Aufstehen in der Regenwasserrinne am Strassenrand, der zu spät gefunden wurde usw usw usw

Aber sowas poste ich nicht. Weil ich denke man weiss um das Elend. Ich werde meine Art des Schreibens und Zeigens auch nicht ändern, obwohl es mehr Mitleid erregt. Weil ich mich dann auch doppelt damit beschäftigen muss und weniger Platz für die lustigen Dinge des Lebens bleibt. Und die brauch ich als Ausgleich.

Schönes Wochenende.

Montag, 9. Januar 2017

Tuhssausendssewentien

Ey, schon voll alt das Jahr 2017. Ich war schon wieder in Hamburg am Freitag und es war echt kalt. Minus 5, aber gefühlt irgendwie Sibirien. Also um 0:30 Uhr zum Hotel hindackeln ging ja noch, aber morgens nach 3,5 Stunden Schlaf aus dem muggeligen Bett raus vor die Tür.... Mein linkes Ohr ist fast abgefroren und die Hände abwechselnd am Koffer auch und als das Ohr dann wieder warm wurde. AUA! Und trotzdem liebe ich diese frische Luft, die so anders ist als hier. 

Hin durfte ich wieder in die Businessclass. Platz 3F. Neuer Flieger, oder nur das Interieur neu? Sitze neu (man kann wieder sehen was der Vordermann macht, da nicht mehr blickdichter Ritz), die Raucher-Anzeige ist endlich weg. Da ist nun elektronische Geräte ausschalten und wie gehabt "Anschnallen." Es gab keinen Vorhang, der Business- und Normalklasse trennt. Beim letzten Mal gab es eine flexible Gardine, der einfach hin- und hergeschoben werden konnte. 

Das alles nützt ja nix, wenn der Flieger schon mit einer Stunde Verspätung startet.... Ein dreistes Pärchen stieg zum Schluss ein. Sie wohl Brasilianerin, er sah aus wie eine Mischung aus englischem Hooligan und der kleine Bruder vom Moskau-Inkasso-Geldeintreiber. Sie setzte sich in die erste Reihe, er verstaute die Koffer in meiner Reihe, oben auf der anderen Seite und sagte auf Deutsch: "Schatzi, hier!" Sie steht auf und setzt sich in Reihe 3 ans Fenster. Er räumt immer noch oben irgendwas in die Taschen. Kommt eine Stewardess mit einer Liste (sie hat irgendwie die Leute der Businessclass durchgezählt) und sagt zu ihm auf englisch nett und auch nicht zu leise: "Kann ich bitte ihre Bordkarte sehen?" Er ignoriert sie komplett. Stewardess fallen die Mundwinkel etwas nach unten. Sie guckt seine Freundin oder Frau an und wiederholt die Frage. Immer noch direkt an seinem Ohr stehend. Er drückt die Tasche immer noch ins Fach. Freundin so: "Äääh, die sind oben in der Tasche." Er ignoriert auch diesen Satz (dachte schon vielleicht ist er taub). Stewardess wird etwas ungemütlich und wiederholt ihre Bitte. Er stöhnt und popelt die Tasche wieder raus und 2 DIN-A4-Seiten, die er der Stewardess gibt. Sie guckt, lächelt und sagt: "18 A und C, hier ist die Businessclass!" In seinem Gesicht ein "F*ck, nicht geklappt!" Freundin hiess auch nicht mehr Schatzi, sondern "komm".

Zurück sass ich übrigens auch 3F, aber gab kein Porzellan oder warme Brötchen. 

Tja 2017 ist da und ich muss das Thema Abnehmen und fitter werden mal in Angriff nehmen. Ich hechel schon wenn ich von der Wäscheleine wiederkomme und mulle dieses Jahr. Ich kann es nicht mal richtig aussprechen weil ich es so doof finde. Ganz schlimmes Ereignis. Kein Grund zum Feiern. Ich wollte nie alt werden. Immer nur 18, Auto und Führerschein. Gut ist. Nein, ich liebe meine Kinder, keine Frage. Aber auch dass die beiden schon 20 und 19 sind, also mich *hust* überholt haben... Zahlen sind Schall und Rauch, man ist immer so alt wie man sich fühlt, blablabla. Die Natur richtet es einfach so ein, dass man zum Schluss keinen Bock mehr hat. Jedenfalls beginnt meine Woche 1 mit einer Wasser-Trink-App. Trinkziel 3.185 ml. Das ist ja dann abends mit 2 x 1,5 Liter Superbock schon fast erledigt...

Neuzugänge gibt es auch wieder. Schickste Kind 2 zum Einkaufen kommt die damit wieder: 

 
Am Strassenrand gefunden, fröhlich spielend. Wo kommen die her? Ich versteh das immer nicht. Die sind auch gar nicht ängstlich, waren aber völlig verfloht und haben noch im Auto tolle Würmer auf die Matte geka....

Dann hatte mich Carla vor Wochen gefragt, als Welpen geboren wurden, ob ich die dann im Februar nehmen kann. 5 oder 6 wären es. Jupp. Nun hiess es dann ganz plötzlich die Mama hätte keine Milch mehr, sie würden auch schon alleine fressen. Den kleinsten haben sie behalten, der bekommt noch weiter die Flasche und die anderen nimmt wohl ihre Mutter. Ich müsste nur noch 2 nehmen. Mensch, die sind noch so jung... die wissen gar nicht was los ist. Die schlafen nun bei Hazel mit, weil ich keinen Zwinger mit Heizung frei hab und wir haben nachts Null Grad.


 
Und gestern rief schrieb mich Graça an. Von der hab ich schon ein paar Hunde genommen, die nimmt auch oft welche von den Azoren. So auch diese beiden. Die erst einen Tag vorher angekommen sind. Da sie aber Zwingerhusten bei ihrer Meute hat (es ist ein Wohnhaus mit 2 abgetrennten Bereichen/Garten plus Haus und Garage), hatte sie die beiden bei einem Bekannten untergebracht. Der darf aber gar keine Tiere in der Wohnung halten. Kaum war er aus der Tür haben die beiden natürlich Bambule gemacht, mit Bellen und Tür kratzen. Wohin nun damit? Hab ich gesagt na gut, wenn wir uns den Weg teilen. Also gemacht und nun sind die hier. Die hat immer megahübsche Hunde!

Ich hab sowas wie das Welpenmädchen noch nicht gesehen. Sie ist gold-grau-blau und gestromt. Die Fotos geben das gar nicht so wieder. 











Ach so, ich hab im Flugzeug noch über Sohnia gelacht. Sohnia kann sich ja richtig aufregen. Ging um eine Adoptantin. Kennt ihr solche Leute, die glauben die Welt dreht sich nur um sie? Die aber auch schon immer ihren Willen bei Mama bekommen haben? So ein Prinzesschen war das. Leider schon selbst 2 Kinder von 4 Jahren und 3 Monaten. Irgendwann wurde sie dann kiebig, patzig, kotzig oder wie auch immer. Sohnia immer noch nett, obwohl längst auf 180. Bis die Prinzessin begriffen hat, dass sie den Hund nicht bekommt dauerte es etwas, aber dann kam das wahre Gesicht zum Vorschein. Um dann 2 Stunden später nochmal zurück zu rudern mit Entschuldigung und es war falsch so zu reagieren (mehrfach betont) und ob nicht doch... Ja, die Welt ist schlecht. 



Und die hier jüngsten Quietschies. Gestern 3 Wochen alt.



So, bis zum nächsten Eintrach. Hohp itt dasnd tähk so long.
 
 

Samstag, 31. Dezember 2016

2016 - gegessen

So, das Jahr 2016 neigt sich dem Ende. Ich bedanke mich bei allen Unterstützern, Helfern (egal in welcher Form) und vor allem Adoptanten. Wir machen so weiter. Ich bedanke mich bei meinem Mann und meinen Kindern, die oft zurückstecken müssen. Ich bedanke mich bei Sohnia und Familie, denn es vergeht ja nicht ein Tag ohne das Thema Hunde. Ich bedanke mich bei Carla und Cristiana, denn sonst wäre es echt langweilig. 

Ich bin gespannt auf 2017, die abgehakte Restverwandschaft meinte ja kurz vor Weihnachten noch mich wieder einlullen zu können. Ein guter Ratschlag des Gatten hat es verhindert. Kind 1 hat ihre Freundin aus England zu Besuch, die fliegt aber morgen schon wieder und Kind 1 übermorgen. Damit geht hier schon bald alles wieder seinen normalen Gang.

Neuzugänge an Hunden bis jetzt keine. Die letzte Mama mit den Welpen hat einen Chip. Sagt Carla: "Ich frag die Amtstierärztin in Caldas um das zu vereinfachen." Ja, pfft. Antwort: "Die Hündin ist von uns und wurde vermittelt!" Top, vom städtischen Tierheim vermittelt. Unkastriert, nie nachgefragt und auch der Besitzer hat sie ja nie gesucht. Carla hatte allerdings nur gesagt, sie hat eine Hündin mit Chip. Falls von der Stadt jemand nachgefragt hätte, dann hätte Carla aufgrund der Sachlage gesagt die Hündin ist überfahren worden. Darum poste ich nun jedenfalls keine Bilder der Mutter bei Facebook. Hat aber auch keiner nachgefragt. Die Babys haben seit heute die Augen auf. Noch ne gute Woche und das richtige Gewusel geht los: 



Noch was zum Nachdenken: 


Der schwarze Punkt: ⚫
Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes:
„Ich möchte Sie bitten, das auf zuschreiben, was Sie dort sehen.“
Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.
Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc.


Nun lächelte der Professor und sagte: „Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken.


Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen …….


Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund, Erwartungshaltung usw. Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben. Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen sie es mit anderen Menschen!


In diesem Sinne für 2017 alles Gute. Rutscht gut rein, trennt euch ruhig von Leuten, die euch nicht gut tun und schätzt das Leben an sich. 

Spendenbericht Dezember 2016 und Sachspenden der letzten Monate

Für den Monat Dezember möchte ich mich ganz herzlich bei folgenden Spendern bedanken: 

Adi 
Annelies 2x
Bärbel
Bernadette
Britta 
Christiane
Cort
Detlef und Karin
Doris
Elisabeth 2x
Gabriele
Illa
Irene
Jan
Jörg und Vera
Karin 
Katrin L
Katrin P 
Manfred
Manuela 2x
Maria
Martina
Michael
Petra 
Rainer und Barbara
Rosemarie
Sabine 2x
Simonetta 
Stefi
Susanna
Tanja
Tina
Vera H
Vera S
Wolfgang und Kerstin

Sachspenden der letzten 3 oder 4 Monate:


Mit der Box von Norr (und Box von Nachbar Luke) kam:
.


                             Mit dabei von Luke:


Von Sohnia kam ein Paket mit Leckerlis, da fehlen auf dem Foto aber schon ein paar Pakete! Dabei waren auch Geschirre und Leinen von Tilda, die Kind 2 schon weggepackt hatte:


Von Agnes und Nils kamen 2 riesige Pakete mit Leckerlis, Decken und Spielzeug, von denen auch schon Decken und Handtücher genommen habe:




Von Pennys Frauchen kamen Leckerlis für Mensch und Hund. Das Rentier stand da schon als Deko woanders: 

Connys Frauchen hat über Zooplus.pt 2 große Säcke Welpenfutter schicken lassen:


        Von Simonetta, Tochter und Hund kam dieses Paket:



Von Biskuits Frauchen kam dieses Paket:

        Von Ivonne (Frauchen von Romy und Äbby) kam das hier:


Von Tina kam dieses Paket hier (da fehlen die ganzen Medikamente auf´m Bild):



                  Von Violetta/Nayla kam dieses Paket:


Sohnia hat die Box von Gianna zurückgeschickt und da drin waren diese Sachen von Nachos Frauchen...: 


...und auch diese Sachen von Hugos Frauchen. Da muss ich noch was Sohnia zurückbringen:

Ich hoffe, ich hab niemanden vergessen. Nochmal vielen vielen Dank an alle Beteiligten.