Komm sach watt!

Wenn es nicht das www wäre würden hier oben Fotos meiner Kinder hängen. Ich freue mich über nette Kommentare, Kritik vertrage ich überhaupt nicht und ich bin kein Freund von Smilies, man sollte sich auch so ausdrücken können.

Thanks for stalking. Komm sach watt!

Samstag, 8. August 2020

Weisst-du-noch-Freunde

Solche weisst-du-noch-Freunde sind ja irgendwie Gold wert. Und wenn man sich die Geschichten auch 100 x erzählt. Ich hab nach einem ziemlich besch... Tag spät abends zufällig herausgefunden, dass man auf der Internetseite unserer ehemaligen Dorfzeitung (na ja, es war oder ist schon ein ganzer Landkreis) für Traueranzeigen nur das Dorf mit Namen eingeben kann. Da ich keine wirkliche Verbindung sprich jemanden für Friedhof-Infos habe, fand ich das ganz praktisch. Das geht auch mehr als 10 Jahre zurück. Fast 18 Jahre sind wir mittlerweile aus Deutschland weg. 18 Jahre hab ich dort im Dorf gelebt. 1976 haben meine Eltern dort ein Haus gebaut. Ein Eckgrundstück von 6 Grundstücken mit neuen Häusern. Raus aus der Stadt. Rechts und gegenüber ein Bauernhof. Links eben die neuen Bungalows mit Grundstück wie es heute in der Größe wohl nicht mehr üblich wäre. Ein Dorf mit 800 nochwas Einwohnern. So hab ich die Anzeigen durchgeklickt. Neu zugezogen sind ja nicht viele, trotz Golfplatz, aber einige Namen sagten mir so gar nichts. Andere Leute sind alt, teilweise sehr alt geworden, oder eben die Eltern von jemandem, den man kennt. Alles aber ein Zeichen für die Endlichkeit unseres Lebens. Traurig war ich schon bei einigen. Als Dorfkind in den 70ern und 80ern hat man alle gegrüsst und kannte auch jeden. Es gab 2 Tante-Emma-Läden, 2 Kneipen, Reitverein, Schützenverein. Fast alles Geschichte. Trotzdem sind viele Menschen alt geworden. Richtig alt. 80 Jahre Mitgliedschaft im Turnverein und mit 99 Jahren gestorben. Bei diesen ganzen Anzeigen sind so viele Erinnerungen hochgekommen. Dorfleben eben.

Und dann sehe ich Solveigh H. gestorben April 2013 und meine ganzen Gedanken und Erinnerungen sind da und wissen gar nicht welche zuerst vor meinem geistigen Auge erscheint. Mensch Solveigh. Ich googel, weil ich doch früher schon öfter mal nach dir gesucht hab. Und ich finde einen tollen Nachruf über dich. Und mir fallen spontan Dinge ein, die lange im Hirn verschollen waren und ich sage: Ja, das war Solveigh. Ich bin gleichzeitig froh was gefunden zu haben, aber schlimmer ist das Grübeln. Mehrmals hab ich deine Mutter in Deutschland getroffen, hab vor unserem Umzug noch meine portugiesische Telefonnummer direkt zu euch nach Hause gebracht. Da wohntest du aber schon nicht mehr dort. Bei einem dieser Treffen im Supermarkt meinte deine Mutter: „Na ihr habt ja viel Blödsinn zusammen gemacht!“ Klang irgendwie vorwurfsvoll. Ich hab dir bei stayfriends geschrieben, nie eine Antwort erhalten. Schade, wir hatten ein paar Schuljahre und vor allem einige Zeit zusammen verbracht. Angefangen in der 4. Klasse.

Als ich mit meinen Eltern im September 1976 aus der Stadt auf´s Land gezogen bin und mit 9 Jahren alle Freunde zurück lassen musste, wurde mir der Umzug durch einen Hundewelpen „schmackhaft“ gemacht. Boxerwelpe Asco schrieb mir einen lieben Brief mit Foto, wie sehr er sich auf sein neues Zuhause freut. (Den Brief hat meine Mutter wie so viele Dinge dann später beim Aufräumen weggeschmissen). Auch die Dorfschule (Klasse 1+2 und 3+4 zusammen) wurde mir von meiner Mutter schmackhaft gemacht. Bei der Anmeldung hätten ganz viele Schüler gesagt: "Die kann neben mir sitzen!" Stimmte gar nicht, wie ich später erfahren habe. War aber wohl nett gemeint. So sass ich dann neben Solveigh. Einem breit lachenden, sehr blonden Mädchen mit einer Stimme, die ich heute noch im Ohr habe. Und so klein wie du warst, hattest du unter dem himmelblauen Pulli oder knallgelben T-Shirt immer „Bauch“. 

Aber du warst eine „Mitzieherin“, dich konnte nicht viel schocken und du wusstest viel mehr als ich. Du hast mir Dinge erklärt und gezeigt, über die ich mir mit 10 oder 11 nie Gedanken gemacht hab. Nichts auf der Welt verschwindet. Asche wird zu Staub und Staub ist überall hast du mir anhand eures Ofens im Haus erklärt. Über Regenwolken und noch sehr viel mehr konntest du erzählen und auch alles erklären. Ich war fasziniert. Dein Lieblingsfilm war "Krieg der Knöpfe", den Film hab ich mir Jahre später angesehen. Euer Haus war innen komplett vertäfelt. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen. Das war toll. Ihr hattet 2 Ponys. Lasse und ebenfalls ein skandinavischer Name, ich komm nicht mehr drauf. Im Garten ein kleines, dunkles Holz-Haus auf Stelzen für die Kinder. Da haben wir Hexe Hexe kaukaukau hau mir doch die Nase blau gesungen. Wir haben Apfelsaft getrunken. Ich kannte vorher keinen Apfelsaft, den gab es bei uns nicht und ich bekam jedes Mal Kopfschmerzen. Zur Geburtstagsparty wurden im Haus Schlauchboote aufgestellt. An denen hingen später jede Menge Spaghettis mit Tomatensosse.

Du hast 2 Geschwister. Juliane genannt Julchen, die lange, blonde Mega-Locken hatte um die sie jeder beneidete und die sie selbst doof fand. Und Sören, aber der war zu der Zeit klein. Wie bei allen Geschwistern gab es immer mal Stunk zwischen dir und Julchen, weil du ungefragt was aus ihrem Zimmer genommen hast. Wir waren auf dem kleinen Dachboden, da war eine Hängematte und dort haben wir Olivia Newton John und John Travolta sehr laut gehört. Die Zeit verflog einfach so. 

Du wohntest am anderen Ende vom Dorf und bist, als wir zur „großen“ Schule in der Kleinstadt wechseln mussten, auch weil die Dorfschule geschlossen wurde, immer beim Schulbus früher oder später ein- und ausgestiegen. Manchmal sind wir auch zusammen ausgestiegen, haben zusammen gegessen und dann Blödsinn gemacht. Ich durfte immer niemanden mitbringen und so erinnere ich mich, als mein Pa früher nach Hause kam und ich dich irgendwie heimlich rausgelotst habe. Den Grund warum du so erwachsen warst und dir vom Leben nichts vorschreiben lassen wolltest hab ich erst später begriffen. Mukoviszidose kannte ich bis dahin nicht. Aber dann sehr gut. Auf Klassenfahrt in der 5. oder 6. war es als ein Mädchen aus der Parallelklasse dich als Pillenfresser bezeichnet hat. Das hat dich innerlich tief getroffen, die ganze Stimmung war im Eimer. Was sind Kinder gemein und dumm. Aufhalten konnte dich trotzdem niemand. Und ja nun lange selbst Mutter stelle ich mir vor, wie es ist so einen kranken Feger zu haben und noch 2 Kinder mehr. An die Picknick-Nummer erinner ich mich noch. Wir hatten uns Essen und Trinken eingepackt. Und wo haben wir gegessen? An der Bundesstrasse, der B6, rechts neben dem Standstreifen, zwischen beiden Leitplankenprofilen. Laut war´s. Irgendwann kam jemand und hat uns dort weggescheucht von wegen zu gefährlich. Das war Solveigh. Wir haben wohl noch viel mehr solcher Aktionen gestartet, sonst kann ich mir den Kommentar deiner Mutter nicht erklären. 

Ab der 7. Klasse trennten sich unsere Wege, jede ging auf eine andere Schule. Du Gym, ich Real. Neue Klassenkameraden oder Mitschüler. Andere Ziele. Anfang der 90er hab ich dich plötzlich spät abends noch in einer Fernsehsendung gesehen, da ging es um Transplantationen. Du hattest eine Leber bekommen. Auch da warst du so klar, cool und sympathisch.   

Hab die Narbe gesucht, die du mir am Oberarm reingekratzt hattest, weil wir uns wegen irgendwas gestritten haben. Sie ist verblasst. Wie auch Erinnerungen verblassen. Aber einiges bleibt hängen. Mach´s gut Solveigh. Die werden viel Spass mit dir haben da oben.

Das musste ich loswerden. Zu oft hab ich an diese Zeit gedacht. Das ganze Leben besteht aus Abschnitten in denen wir Menschen treffen. Einige bleiben nur kurz, andere länger, aber jeder bringt eine Erinnerung. Gute und schlechte. Zu der Zeit haben meine Eltern so gar keine Fotos gemacht. Und so hab ich nur das Klassenfoto.  



Dienstag, 21. Juli 2020

Das erste Mal ins Röhrchen

gepustet. Letzte Woche hatte ich eine Polizeikontrolle. Die zweite in fast 18 Jahren Portugal. Die erste ist lange her. Eigentlich wollte ich Kuni nur morgens zur Tierklinik bringen. Bin dann nicht die Querdurch-Abkürzung gefahren und zack seh ich die Waage und die Polizei da stehen. Rausgewunken. Nun gut, gewogen werde ich auch nicht gerne. Wurde ich auch nicht. Aber man hat ja irgendwie immer ein ungutes Gefühl. Ich jedenfalls. Diese Urangst des Landes verwiesen zu werden. Also Papiere und mitkommen zum Polizei-Auto auf der anderen Seite der viel befahrenen Strasse... Morgens um 10:19 Uhr musste ich pusten. Angeblich müssten das alle, die angehalten werden. Und ich denke: "Shit, es gab dochmal diesen Dopingverdacht mit der Zahnpasta, ich hab gerade die Zähne geputzt."Kurz gepustet und 0,0. Da fragt der mich doch mit Blick auf meine Papiere wie alt ich bin. Also wirklich. Das gehört sich ja nun nicht. Vor allem muss ich immer nachrechnen, weil ich diese stetig steigende Zahl ganz furchtbar finde. Er hat meine Zahl dann angenommen. Und schon durfte ich den Tatort wieder verlassen. Puls immer noch 300, aber weiter ging´s.

Wir waren ja wieder 3 Nächte mit dem Wohnmobil weg und haben nach August nun auch den Juli gestrichen um loszufahren. Der sonst so ruhige Campingplatz war echt ätzend. Aber das erzähl ich im nächsten Post. Dazu passt aber das hier sehr gut:


Gestern Abend hab ich mich voll gefreut, ich hab das erste Mal eine Tintenpatrone (blau) gewechselt ohne was davon an den Fingern zu haben. Irgendwie ist aber auf dem Weg zum Müll wohl ein Tropfen auf den Boden geploppt. Hab ich allerdings erst gemerkt als durch das ganze Wohnzimmer bis in die Küche blaue Flecken auf dem Boden waren, die ich mit meinen Schuhen so lange verteilt hatte bis nix mehr an der Sohle war....

Dienstag, 19. Mai 2020

Glamping und Blumenkohl

Ich hab gedacht, ich mach mir das hier mal wieder etwas gemütlich. Facebook ist momentan bei einigen Themen und auch die Beiträge von einigen Menschen schwer zu ertragen (grammatikalisch irgendwie nicht korrekt). Hätte da einige Leute, die im realen Leben auch nie meine Freunde werden würden, aber ich kick sie nicht raus, einfach um mir das anzugucken, um zu beobachten. Ich wusste, es gibt dumme Menschen, aber mir war die Höhe nicht so bewusst.

Ich würde so gerne wieder mit dem Wohnmobil und Mann losfahren, die Campingplätze sind wieder geöffnet, aber momentan keine Chance. Wohnmobil ist ja kein Camping mehr. Camping ist mit Zelt. Mit Küche und Klo ist für mich Glamping. Aber momentan ist kein wegkommen möglich. Kind 1 in England, mit Freund gefangen in der Wohnung. Also klar raus zum Spaziergang und mal einkaufen, aber sie sagt, die Engländer interessiert Corona überhaupt nicht. Aber keinen Job und Uni-Arbeit eben von Zuhause aus. Kaum jemand dort geht mit Maske irgendwo hin und fast alle Leute ohne Ab- und Verstand. Die würden beide auch gerne herkommen, aber momentan geht´s auch nicht, wegen der Uni. Eigentlich war die Freisprechung am 13.07. geplant. Flüge und Leihwagen gebucht. Alles umsonst. Kind 2 ist ja seit März in einem IT-Unternehmen die rechte Hand der Geschäftsleitung. Spricht mit deutschen Kunden und ist nun auch bei Einstellungsgesprächen der Portugiesen mit dabei. Im August will sie mit ihrem Freund zusammen ziehen. Also auch dort in der Stadt wo sie nun ist. 50 km von hier. Momentan kommt sie jedes 2. oder 3. Wochenende nach Hause. In der Woche macht sie nach nur ein paar Tagen dort in dem Unternehmen nun Homeoffice, wie auch die anderen 30 Angestellten.

Unser Betrieb hat seit nun fast 3 Wochen Kurzarbeit. Keine Arbeit, die 3 Jungs, also Angestellten, Zuhause. Angeblich soll der Staat was zur Unterstützung locker machen, aber gucken wir mal was da wirklich dann passiert. Das ist schon ziemlich Kacke, wenn man stündlich in beide Postfächer guckt es kommt nichts, absolut nichts an Anfragen rein.

Und nun muss ich hier mal ein Rezept festhalten, denn das war sehr lecker und schnell und neu und wiederholungspflichtig:

Blumenkohl in Scheiben schneiden. 0,5 cm, aber das meiste wird eh zu Krümeln, egal
getrocknete Tomaten
- beides braten in Olivenöl
Chili dazu
Pfeffer und Salz
frisches Basilikum ganz zum Schluss
Zitronensaft zuletzt drüber träufeln

Dazu gab es Kartoffelrösti. Sag mir mal einer, warum ich sonst immer so ein Theater gemacht hab bei Kartoffelpuffern. Also mit Ei und Mehl oder nur eins von beiden, damit vegan. Gar nix muss da ran. Rohe Kartoffeln reiben und ab in die Pfanne.





Montag, 18. Mai 2020

Corona - Kannste nicht erfinden

Ich dachte eigentlich Jahrtausendwechsel und 11. September waren schon Erlebnisse, die nicht jeder mitmachen muss oder darf, aber dann kam dieses Covid 19. Auch ich hab das anfangs als Panikmache abgetan, bis irgendwann doch Zweifel kamen. Eben les ich eine Überschrift zu den Verschwörungs-Demos gestern irgendwo in Deutschland: "Keiner den ich kenne hat Corona!" Das ist natürlich ein Bomben-Argument. Vielleicht mal nach Norditalien fahren? Ich glaube die sehen das etwas anders. Hier 500 Meter den Berg runter ist vor 2 Wochen einer dran gestorben. Er hat bis vor einem Jahr noch an der Tankstelle in 8 km Entfernung gearbeitet, 60 Jahre alt, dann Krebsdiagnose. Der jüngere  Sohn stand mit meinen Mädels morgens immer an der Bushaltestelle. Der ältere arbeitet als Security-Mann im Krankenhaus in Caldas. Genau das war der Auslöser. Er wurde positiv getestet und musste die Quarantäne zu Hause verbringen. Hat seinen Vater angesteckt und der ist innerhalb von 3 Tagen gestorben. Beerdigungskolonne nur mit Autos, nicht wie sonst zu Fuss von der Kirche zum Friedhof. Kein richtiger Abschied möglich. Ganz schlimm. Hier im Dorf meinten auch Leute ein Familienessen abhalten zu müssen. Einer davon war positiv, alle Beteiligten durften dann 2 Wochen in ihrem Haus verweilen. Konnten sich dann nur noch über den Gartenzaun unterhalten.

Ansonsten gibt es viel Ärger, den ich hier gar nicht posten kann. Aber solche Leute sind der Grund warum ich mein Hobby nicht ewig betreiben werde. Lug und Betrug vom Feinsten. Wäre ich noch in Deutschland würde ich wohl meinen Rachegelüsten freien Lauf lassen und solchen Leuten auflauern. Das macht mir echt zu schaffen. Grosses DANKE an alle, die in Deutschland immer alles geben. Es fällt mir zunehmend schwerer Hunde nach Deutschland in völlig fremde Hände zu geben. So einige die keine Ahnung haben, die den Hund nicht verstehen und auch gar nicht einschätzen können. Und dann in Watte packen, weil vermenschlicht und dem Hund damit mehr schaden. Ich hoffe wirklich manchmal ich komme noch dazu ein Buch zu schreiben. Ich weiss momentan noch nicht was besser ist, den ganzen Stress dann komplett hinter mir lassen oder das alles aufarbeiten. Bin sehr an meinen Grenzen aktuell. Hätte auch nichts dagegen wenn Scotti mich mal kurz wegbeamt.

Bevor meine Laune weiter sinkt, verabschiede ich mich erstmal wieder.


Mittwoch, 11. März 2020

Wie kann man....

Selten beschäftigen mich Dinge Tag und Nacht. Ich erledige sowas auch gerne schnell, damit es aus dem Kopf ist. Kann ich das nicht, so kann ich das aber auch oft beiseite schieben, zumindest des nächtens um Schlaf zu finden. Aber aktuell ist etwas, was ich hier irgendwie für mich loswerden muss. Es schwirrt in meinem Kopf und kreist und kreist. Wie kann man? Woran merkt man das? Wann hat sie das beschlossen?

Hund Bob wurde vor 5 Jahren adoptiert. Ein liebes Pärchen, das den Hund überall mit hin genommen hat. Ich bekam aus jedem Urlaub Fotos, tolle Mails und Berichte. Ganz am Anfang war er einmal sogar weggelaufen beim Pferdestall. Am nächsten Tag haben sie ihn aber in einer der Scheunen wiedergefunden. Es wurde geheiratet, das erste Kind kam, Umzug in von Wohnung in ein Haus mit Garten, das zweite Kind kam, ich bekam ein Foto direkt nach der Geburt im Mai 2019. Ich hab immer Fotos bekommen. Auch Hund und Herrchen im Bett.

Am 9.2. schrieb sie mich an, ob ich für Bob ein neues Zuhause suchen könnte. Er wäre sehr unglücklich seit das 2. Kind da ist. Er verkriecht sich im Keller. Kommt nur zum Fressen noch hoch oder bleibt im Garten. Beim ersten Kind ging es schon los, aber jetzt in dem Haus wäre es viel schlimmer. Sie hätte eine Nachbarin, die im Tierheim arbeitet und ihn vermitteln wollte. Das in Kurzform. Geschrieben war es viel mehr. Und auch sehr liebevoll. Aber Bob wirkte wirklich auf den Fotos auch wirklich sehr sehr traurig. Sehr geduckte Haltung, traurige Augen. Natürlich suchen wir jemanden, hab ich ihr geschrieben.

Es kamen bis dahin nur unpassende Anfragen. Am 15.02. schickte sie mir noch mehr Fotos und ein Video mit dem Satz: "Auto fährt er übrigens auch sehr gern." Hab mich nochmal bedankt. Am 6.3. schrieb ich ihr, dass wir bisher nur unpassende Anfragen hätten und ob nicht vielleicht doch eine Pflegestelle mit einem vorhandenen Hund in Frage käme. Kam keine Antwort. Am 8. März kam eine Anfrage, die gut zu Bob passen würde. So schrieb ich ihr per Whatsapp. Keine Reaktion. Auch nicht per Mail, per SMS, Anruf ergab Freizeichen. Am Frühstückstisch fragen Mann und Kind 2 mich: "Was ist eigentlich mit Bob?" Und ich antwortete (und ich werde den Satz nie wieder benutzen, hab ich mir geschworen): "Tja, die Besitzerin stellt sich tot irgendwie. Ich kann sie nicht erreichen!" Stutzig machte mich der Whatsapp-Status zuletzt online am 21.2. um 17:21 Uhr. Dachte erst ich bin blockiert, Hund wurde bereits weggegeben (alles schon mal gehabt), aber dann würde ich das Foto nicht sehen.

Am gleichen Tag abends hab ich Rebecca kontaktiert, die hatte 2015 Bob mit vermittelt. Die Festnetznummer war nicht mehr aktuell. In der Selbstauskunft gab es die Daten der Schwiegereltern. Sie hat sich angeboten dort anzurufen und nach Andrea zu fragen. Tja, und dann kam die Nachricht sie ist tot und Bob bleibt in der Familie. Mehr hat die Schwiegermutter wohl nicht gesagt. Rebecca hat dann gegoogelt und die Nachricht hat mich dann umgehauen. https://www.br.de/nachrichten/bayern/manching-mutter-springt-in-den-tod-toechter-erstochen,RrDreLs

Fassungslos, immer noch. Und ich hab mir nochmal alle Nachrichten und Mails durchgelesen. Jetzt sehe ich erst, zwischen den vielen Nachrichten, dass sie mir am 9.2. auch die Nummer ihres Mannes gegeben hatte, aber in der gleichen Minute noch ein: "Ich bin aber erreichbar" hinterher geschickt hatte. Jetzt, im Nachhinein stutze ich und frage mich kurz, ob ich da was draus erkennen konnte. Aber ich komme zu dem Schluss, das ich das nicht konnte. Und trotzdem kreisen die Gedanken. Wie kann man das machen? Wie plant man sowas? Wann packt man das Messer ins Auto? Wie kann man, wie kann man, wie kann man...

Bob bleibt in der Familie obwohl es erst hiess, das geht nicht, weil ein anderes Enkelkind allergisch ist. Ich denke er ist sowas wie eine übrig gebliebene Verbindung zu denen die nun fehlen. Es ist so unfassbar. Wie kann man...


Freitag, 14. Februar 2020

Bin mal kurz weg

Bin gerade dabei abzuschalten und auch zu lernen das Negative aus meinem Leben zu entfernen. Das ist nicht immer leicht, aber es macht Sinn. Menschen, die mir gewollt das Leben schwer machen, sind nicht meine Freunde. Wir sind ein paar Tage weg. Raus. Dank Kind 2. Mann immer so: "Wo fahren wir denn mal hin?" Ich: "Ist mir völlig egal, ich möchte nur Ruhe. Kein Hundegebell!" Also gepackt und los. Beim ersten ausgesuchten Campingplatz kommen gleich 4 Hunde ans Tor gelaufen... Gas gegeben und weiter. Beim nächsten Platz öffnet uns ein schielender, steinalter Opa das Tor, damit wir den Platz mal angucken können. Das ist nun kein Ausschlusskriterium, also das jemand schielt, aber ich wusste echt nicht ob er mit uns spricht. Wohl aber ein No Go ist sein Pfeifen! Ununterbrochen, ausser wenn er spricht. Ausserdem ist dort ständig ein Geräusch einer Pumpe oder eines Kompressors zu hören. Also weiter. Und so sind wir dann gestern hier gelandet. Die paar Kanufahrer, Ruderer und heute morgen Stand-Up-Comedians Paddeler waren eher Abwechslung in dem ganzen Biolärm von Mäh und Tirili. Nichts los, keine Nachbarn. Aber kalte Duschen... Hab´s überlebt.

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Freitag, 31. Januar 2020

Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu lesen.

Ich letztens, morgens, VOR dem ersten Kaffee...



Ansonsten passieren momentan jede Menge spannende Dinge, die weitere Kapitel füllen würden. Je länger man auf dieser Scheibe namens Globus weilt, um so mehr Leute streifen ja dein Leben und so einige davon hinterlassen Bremsspuren. Teilweise so stark gebremst, dass es stinkt, also nach verbranntem Gummi. Ganz poetisch heute.

Da gab es eine Pflegestelle, die den Hund einfach so weitergibt. Dank eines schnellen Helden, haben wir den Hund doch abholen und auch vermitteln können. Dann gibt es jemanden, der einen Hund wieder abgeben möchte. Was wir nur zufällig erfahren haben, weil, wie bei Hund Grace, jemand die Anzeige gesehen und mir das geschickt hat. Im Gespräch hat sich dann herausgestellt, dass diejenige sich bei der damaligen Fürsprecherin gemeldet hatte und um Hilfe gebeten hatte. Aber deren Antwort war: "Hab ich nichts mehr mit zu tun!" Dabei hiess es doch immer es geht ihr um das Wohl der Hunde. Da haben wir beide (Inga und ich) gestaunt. Nein, Scherz. Haben wir nicht wirklich. Dafür war da vorher schon zu viel passiert und schief gelaufen. Ich kann leider die Einstellung: "Man kann in der ersten Woche mal nachfragen wie es läuft mit dem adoptierten Hund, aber dann ist es ja deren Hund!" nicht nachvollziehen. Aber nun ja, sie ist die einzige Person (weil andere auch so denken), die den Mumm hat mir das mal vor den Latz zu knallen. Weiss gar nicht, wie ich auf die komische Idee gekommen bin, auch noch eine Facebookgruppe für die adoptierten Hunde zu gründen. Wo die doch gar nicht so eine engmaschige Betreuung wollen. Ich hab noch so viel zu sagen. Und das dauert auch mehr als eine Zigarette...

Der Homepage-Umzug basierte auf dem gleichen Drama, da gleiche Familie. Dank Katja, die sogar hier in der Nähe lebt, haben wir den Umzug doch geschafft und ich freu mich über eine tolle Seite, die nur noch ein paar Feinheiten benötigt. Auch wenn einerseits Druck gemacht und andererseits Zeit geschunden wurde (ich guck das mal in den nächsten Tagen an), so ist es vollbracht. Ich bin für die nun nicht mehr vorhandene Homepage auch dankbar gewesen. Da wurde viel Zeit investiert, da wurde gesponsert (wo ich mich auch für bedankt habe), aber nur weil ich Änderungen nicht zugestimmt habe oder tatsächlich mal was nicht so wollte, wie die "Experten", so muss ich mich nicht als diktatorischer Nein-Sager titulieren lassen. Es ist ja leider so, wenn man keine Ahnung von der Materie hat, muss man sich auf andere verlassen. Aber niemand ist unersetzlich im Beruf. Dessen sollte man sich bewusst sein. Auch wenn sich gerne als unersetzlich darstellt.

Es sind so viele Erlebnisse, und schrägerweise ist es nicht das Hunde-Elend, sondern es sind die Menschen, die mich mürbe machen. Die mir die Kraft rauben. Enttäuschungen, die bei einer Skala von 0-10 bei minus 5 landen, weil man da überhaupt nicht mit rechnet, nicht eingehaltene Abmachungen und und und. Glücklicherweise überwiegt das Gute. Die guten Menschen! Also weitermachen. Dank vieler Helfer geht immer was. Vor allem geht es immer weiter. Das baut auf. Danke dafür. Danke Inga.

Samstag, 18. Januar 2020

Bloggerland, Herzensort, Shoppingshop

Moin ans Bloggerland,

gibt es eigentlich noch viele Blogger? Früher hab ich bei so vielen mitgelesen, leider fehlt mir die Zeit dazu. Aber vieles davon ist unvergessen. Ob Ärzte, Pfleger, Apotheker, Fotos von weggeworfenen Regenschirmen, kleine Sorgen, große Sorgen, Tod, neue Liebe oder eben lustigste Tageserlebnisse aus dem normalen Leben. Es war ja alles dabei. Einige haben sogar Bücher draus gemacht. Und ich lach immer noch über "Kacken in Guatemala". Sorry, aber das war so lustig. Find es nicht mehr wieder. Das hatte ich sogar ausgedruckt, damit Mann es auch lesen kann. Es war alles irgendwie ruhiger als bei Facebook. Familiärer. Nicht ganz ohne Hass und Hetze, da gab es auch ein paar Pappnasen, aber gefühlt ja wesentlich weniger.


Urlaubsfotos hatte ich noch versprochen. Das war im Juli... Wenn alles klappt sind wir im Februar wieder ein paar Tage dort. Diese Ruhe dort ist für mich so faszinierend.














Warum ich die Kommentare auf freischalten umgestellt hab: Hier ein Beispiel, vielleicht kann es ja jemand gebrauchen: 

Hallo an alle, ich bin Valentina und hier, um die wunderbare Arbeit, die Dr. ODION für mich geleistet hat, zu teilen. Nach 5 Jahren in Ehe mit meinem Mann mit 2 Kindern begann mein Mann sich komisch zu verhalten und mit anderen Damen auszugehen und zeigte mir kalte Liebe. Bei mehreren Gelegenheiten droht er, sich von mir scheiden zu lassen, wenn ich es wage, ihn über seine Affäre mit anderen Damen zu befragen war total am Boden zerstört und verwirrt, bis mir ein alter Freund von einem Zauberer im Internet erzählte, der Dr. ODION heißt und Menschen mit Beziehungs- und Heiratsproblemen durch Liebeszauber hilft. Zuerst bezweifelte ich, ob so etwas jemals existiert, entschied mich aber dafür Probieren Sie es aus, als ich mit ihm Kontakt aufnahm, half er mir, einen Liebeszauber zu sprechen, und innerhalb von 48 Stunden kam mein Mann zu mir zurück und begann sich zu entschuldigen. Jetzt hat er aufgehört, mit anderen Damen und seinen für immer und wirklich mit mir auszugehen.

Sonst noch? Ich hab es getan, ich hab kurz bei Tschibo gelinst und es macht mir Angst:


Mittwoch, 1. Januar 2020

Da sind sie die neuen 20er Jahre

Der frühe Vogel... ist ganz am Ende bei der Landung zu sehen. Es ist zwar very kalt, aber der Tag scheint wettermäßig Bombe zu werden und der Rest ist was man draus macht. Auf geht´s in 2020.



1. Massnahme: Mehr bloggen. Immer wenn ich das ankündige wird das nix. Also verkünde ich weniger bloggen und wir gucken mal.

Mein Mann schreibt übrigens immer schauen anstatt gucken, weil das gucken irgendwie auch gar nicht so geschrieben wird wie man es spricht. Aber packen und Paket ist auch etwas seltsam. Wobei man ja auch die Möglichkeit hat um den heißen Brei zu reden. Soll heissen Synonyme zu benutzen. Wieder andere tun sich gerne vornehm ausdrücken. Die schreiben oder sprechen nicht, sondern die "kommunizieren" Dinge. Mit Sprache muss man eben umgehen können, dann klappt´s auch mit dem Nachbarn wollte ich gerade schreiben. Macht aber keinen Sinn.

Nachbarn sind auf der ganzen Welt ein Thema. Auch hier. Und hier bei uns ist das ja auch noch die letzte übrig gebliebene Verwandschaft, tatsächlich biologisch und mütterlicherseits, die aber gemeinschaftlich auch abgehakt wurde und entverwandtschaftet? Gibt es das? Unverwandtschaftet? Egal. Bei uns wird sie liebevoll die alte Frau genannt. Die alte Frau, die ja immer gejammert hat, dass sie kein Geld hat. Die hat sich ne neue Waschmaschine, Kühlschrank und ein Auto gekauft. Die "weisse Ware" sollten wir gar nicht mitbekommen, aber der LKW-Fahrer vom Bringdienst hat mich mit der Rechnung in der Hand nach dem Weg gefragt, weil ich draussen mit Besuchern stand. Ach ja, und die alten Geräte hat sie den alten über 80-jährigen Nachbarn auf´s Auge gedrückt (entsorgt, oh nein, geschenkt), aber die sollten die erst abholen, wenn Mann und ich nicht da sind, damit wir das nicht sehen. Also Dienstagmittag, weil wir da fast immer zum Essen fahren. Da wir aber ja anders als sie, der Sprache mächtig sind, wurde uns auch das zugetragen. Weitere Geschichten aus dem Leben der old women demnächst.

Leider kann ich hier keine von der Kette genommenen Hunde mehr zeigen, weil man mir da einen Strick draus drehen könnte (auch ein nettes Sprichwort), aber in meinem späteren Buch wird das dann sicher auftauchen.

Weihnachten haben wir mit Kind 2 und Freund verbracht und hatten viel Spass. Kind 1 musste arbeiten und hat kurzfristig nur den 24 und 25 frei gehabt. Und da 14 Tage vorher noch einen Flug buchen und den ganzen Stress... Nun kommt sie am Freitag für 6 Tage und wir feiern Weihnachten 2 Punkt Null. Kind 1 hat nach 6 Monaten ihren Job gekündigt. Der Chef hat sie angeschrien. Das geht gar nicht sowas. Nicht mal wenn es einen wirklichen Grund gegeben hätte. Bei der Verabschiedung haben mehrere Mitarbeiter zu ihr gesagt sie wäre wohl auch zu freundlich. Mal sehen, ob der nächste Betrieb sich nun warm anziehen muss.




Montag, 29. Juli 2019

Wenn man mich fragt wo es am schönsten war...

sag ich Sansibar. Nee, keine Ahnung, aber wir waren nochmal 3 Nächte weg auf dem traumhaften Campingplatz. Weil Kind 2 ab Donnerstag anfängt zu arbeiten und ab September noch den Master nebenbei macht. Soll heissen, da kommen wir erstmal nicht mehr weg. Aber die Fotos davon kommen in den nächsten Post. Jetzt muss ich erstmal schreiben. 

Von der von Carla und Cristiana veranstalteten Feier wollte ich noch erzählen. Die hatte ich glaube so 4 Cover-Bands engagiert für Mitte Juni (ich konnte nicht hin, weil Mann an dem Tag Geburtstag hatte) und so eine kleinere Veranstaltungshalle ich weiss gar nicht ob gemietet oder kostenlos. Es ging jedenfalls darum Geld zu sammeln. Die Leute haben Eintritt bezahlt, ich glaub 5 Euro, davon ging 1 Euro in die Kasse des Hallenbetreibers und natürlich wurde da auch was getrunken und auch das floss in die Kasse des Hallenbetreibers. Die Musiker hatten Essen und Trinken frei, ich weiss aber nicht was die an Geld bekommen haben. Das Essen hatte ein großes Buffet-Restaurant einfach so gesponsert "Sag einfach für wie viele Personen. 30? Alles klar." Das ganze ging dann wie immer hier erst um 22 Uhr los. Kurz nach Mitternacht war der Freund von Cristiana so besoffen, dass er sich mit Carlas einem Sohn hauen wollte. Der hatte wohl ne Flasche Wodka getrunken. Kurz nach Mitternacht hat er dann einfach das ganze Licht und die Musikanlage der Bands ausgestellt und ist abgehauen, bevor er dann noch was auf die Glocke bekommen hätte von Carlas Sohn. Irgendjemand hat dann aber wieder alles angestellt und weiter ging es. Das Veranstaltungsgebäude ist eigentlich für Feiern gedacht und liegt direkt neben dem Anwesen der Amtstierärztin, die ich nicht mag. Um 2 Uhr ruft sie Carla auf dem Handy an. Die Musik wäre zu laut. Hat Carla gesagt, da hat sie keine Aktien drin. Kaum hatte sie das Gespräch beendet legte die aktuelle Band noch ´ne Schippe drauf an Lautstärke und Carla sagt, die Tierärztin hat bestimmt gedacht die haben das extra gemacht. Bis 4 Uhr war genehmigt und um 4:02 Uhr war auch Ruhe. Am nächsten/gleichen Tag mussten sie hin und alles wieder sauber machen. Cristianas Freund wusste auch nichts mehr von der Nummer am Abend. Alles wieder in Ordnung. Hat 600 Euro gebracht der Abend. Vor 2 Jahren gab es mal einen Fado-Abend in einem Restaurant und die haben die beiden da völlig über den Tisch gezogen und da war am Ende gar nix übrig, obwohl die noch teilweise Essen mitgebracht haben wie Suppe usw. Das war diese Mal wohl richtig gut, aber auch viel größer und andere Musik.

Da musste ich mich bald entschuldigen weil ich ein Flugpatenangebot nicht angenommen hab. Ich weiss auch nicht wann und ob sie mir das mal angeboten hatte, ich hab nichts in meiner Liste: 








Kam dann auch nix mehr. 

Heute dann noch ein Knaller, den ich hier auch unbedingt loswerden muss. Stefan hat ja Hund Arni in Pflege. Hund Arni musste ausziehen, weil er bellt und die Besitzerin vom Hund einen Brief (nach 2 Abmahnungen) der Hausverwaltung bekommen hat mit Termin 15.07. müsste der Hund weg sein. Die hatte den Hund dann fast auf den Tag genau ein Jahr. Ist aber vor 3 Monaten mit ihren neuen Lover zusammengezogen. Und heute sieht Stefan ihren Whatsapp-Status und da wird einem so einiges klar....



So, mit was Nettem wird hier abgeschlossen.