Nochmal zu Erklärung: Ich muss diese Rückblende noch irgendwie einfliessen lassen, weil es erheblich dazu beigetragen hat das wir Deutschland verlassen.
Wir haben gedacht, wir stellen einfach einen Bauantrag, neuer Name neues Glück. Vielleicht gibt es ja doch die Möglichkeit, dass wir uns da ein tolles Holzhaus bauen können. Zu dieser Zeit stand bereits fest, dass meine Eltern in ein paar Monaten nach Portugal umziehen. Kind 1 war gerade geboren und ich seh mich noch mit dem Autositz an der Hand mit Kind drin zum Bauamt latschen um dort mit dem Leiter zu sprechen. *schleim* Freundlich bleiben. Der war nett, aalglatt, aber positiv und hat mir richtig Hoffnung gemacht. Bin ganz glücklich da raus. Auch weitere telefonische Nachfragen klangen immer positiv. Und dann kam das Ablehnungsschreiben. Wie immer an einem Freitagmittag, weil man dann auch niemanden mehr erreichen kann und schön stinkig das ganze Wochenende über dem Brief brütet. Und so´n Bauamtsleiter ist auch in keinem Telefonbuch zu finden, die wissen schon warum.
Ich weiss nicht mehr durch wen oder wie, jedenfalls gab uns jemand die Telefonnummer eines ehemaligen Bauamtsmitarbeiters, der nun in Rente war und sich für die Normalbürger um solche Anträge kümmerte. Der hat sich die Unterlagen und Grundstück mit Halle angeguckt und hat dem ganzen einen anderen Namen gegeben: "Antrag auf ein Betriebsleiterwohnhaus". Solche Tipps gibt einem das Bauamt natürlich nicht. Was soll ich sagen, der Antrag wurde GENEHMIGT! Aber dann wollten wir nicht mehr. Das Ganze hat so viel Nerven gekostet...
Die Fortsetzung-Story zum Verkauf dieses Grundstück ist für mich sonst unvollständig ohne diesen Teil, darum dieses leichte Wirrwarr.
Komm sach watt!
Wenn es nicht das www wäre würden hier oben Fotos meiner Kinder hängen. Ich freue mich über nette Kommentare, Kritik vertrage ich überhaupt nicht und ich bin kein Freund von Smilies, man sollte sich auch so ausdrücken können.
Thanks for stalking. Komm sach watt!
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Donnerstag, 9. Dezember 2010
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 18
Bin irgendwie aus´m Tritt mit der Story, hab auch keinen Bock die bisherigen Teile alle nachzulesen. Also wenn ich was doppelt erzähle, seht drüber weg.
Der letzte Teil endete damit, wie wir das Waldgrundstück in Deutschland verkaufen wollten, hier nun rückblickend der Kauf desselbigen. Dafür muss ich noch wieder ein Stück zurück. Also:
Diese Halle mit Grundstück gehörte dem besten Kumpel meiner Eltern, dieser Mann hatte nach seiner Scheidung bereits den vorderen Teil seines Grundstück mit altem Obstbaumbestand an einen Nachbarn verkauft. Nun kostete das neuerworbene Singleleben wohl so einiges und er wollte auch die andere Seite am Wald verkaufen. Dort drauf stand eben diese Halle in der vorher eine Zimmerei war, die aber pleite gegangen ist. So meinte meine Ma dann sie kauft ihm das ab. Gesagt - getan. Geplant war, dass meine Eltern sich dort neben die Halle ein Haus bauen und wir in deren altes Haus im gleichen Dorf einziehen. Wofür die große Halle, war erstmal egal, Platz kann man immer gebrauchen oder vermieten. Es wurden ordnungsgemäße Bauanträge gestellt und nach Monaten kam die Ablehnung mit der Begründung, dass Grundstück liege im "Aussenbereicht". Nun hat dieses kleine süsse Dorf, in dem ich meine Kindheit und Jugend verbracht habe, mit etwas über 1000 Einwohnern irgendwann einen Golfplatz gebaut, erhalten, erschlossen, gemacht, wie auch immer. Dadurch wurden in anderen Bereichen des Dorfes ziemliche Prunkbauten von Clubmitgliedern errichtet. Daraufhin hat mein Pa die Presse eingeschaltet und dann hatte sich das natürlich komplett erledigt. So was macht man doch nicht mit Bauamtsleitern und die dann noch namentlich erwähnen.
Beim Kauf dieses Grundstücks mit Halle wussten wir ja noch nicht, dass mein Mann seinen Meister machen und wir uns wirklich selbständig machen werden. Meine Eltern haben dann ja irgendwann beschlossen das Land zu verlassen. Unsere Selbständigkeit sollte eigentlich erst so nebenbei laufen. Maschine und Werkzeug kaufen, in eben diese Halle einziehen und irgendwann davon richtig leben können. Kam aber anders. Weil der liebe Maschinenhändler, bei dem wir diese gekauft haben, den Chef meines Mannes angerufen hat und ihm umgehend davon erzählt hat. Sofortige Kündigung und so mussten wir gleich versuchen loszulegen. Immerhin gab es dadurch Arbeitslosengeld (und ich hab ja auch immer noch gut verdient). Dann stand in der Zeitung ein Artikel wie toll das Arbeitsamt Unternehmensgründungen finanziell unterstützen würde. Ich hab den Mann angerufen und siehe da, es gab auch für uns Geld. So haben wir klein angefangen, Werkzeug und Material gekauft und es ging los.
Nun wollten wir ein Haus auf diesem traumhaften Grundstück am Wald bauen und selbst unser Glück beim Bauamt versuchen. Morgen mehr.
Der letzte Teil endete damit, wie wir das Waldgrundstück in Deutschland verkaufen wollten, hier nun rückblickend der Kauf desselbigen. Dafür muss ich noch wieder ein Stück zurück. Also:
Diese Halle mit Grundstück gehörte dem besten Kumpel meiner Eltern, dieser Mann hatte nach seiner Scheidung bereits den vorderen Teil seines Grundstück mit altem Obstbaumbestand an einen Nachbarn verkauft. Nun kostete das neuerworbene Singleleben wohl so einiges und er wollte auch die andere Seite am Wald verkaufen. Dort drauf stand eben diese Halle in der vorher eine Zimmerei war, die aber pleite gegangen ist. So meinte meine Ma dann sie kauft ihm das ab. Gesagt - getan. Geplant war, dass meine Eltern sich dort neben die Halle ein Haus bauen und wir in deren altes Haus im gleichen Dorf einziehen. Wofür die große Halle, war erstmal egal, Platz kann man immer gebrauchen oder vermieten. Es wurden ordnungsgemäße Bauanträge gestellt und nach Monaten kam die Ablehnung mit der Begründung, dass Grundstück liege im "Aussenbereicht". Nun hat dieses kleine süsse Dorf, in dem ich meine Kindheit und Jugend verbracht habe, mit etwas über 1000 Einwohnern irgendwann einen Golfplatz gebaut, erhalten, erschlossen, gemacht, wie auch immer. Dadurch wurden in anderen Bereichen des Dorfes ziemliche Prunkbauten von Clubmitgliedern errichtet. Daraufhin hat mein Pa die Presse eingeschaltet und dann hatte sich das natürlich komplett erledigt. So was macht man doch nicht mit Bauamtsleitern und die dann noch namentlich erwähnen.
Beim Kauf dieses Grundstücks mit Halle wussten wir ja noch nicht, dass mein Mann seinen Meister machen und wir uns wirklich selbständig machen werden. Meine Eltern haben dann ja irgendwann beschlossen das Land zu verlassen. Unsere Selbständigkeit sollte eigentlich erst so nebenbei laufen. Maschine und Werkzeug kaufen, in eben diese Halle einziehen und irgendwann davon richtig leben können. Kam aber anders. Weil der liebe Maschinenhändler, bei dem wir diese gekauft haben, den Chef meines Mannes angerufen hat und ihm umgehend davon erzählt hat. Sofortige Kündigung und so mussten wir gleich versuchen loszulegen. Immerhin gab es dadurch Arbeitslosengeld (und ich hab ja auch immer noch gut verdient). Dann stand in der Zeitung ein Artikel wie toll das Arbeitsamt Unternehmensgründungen finanziell unterstützen würde. Ich hab den Mann angerufen und siehe da, es gab auch für uns Geld. So haben wir klein angefangen, Werkzeug und Material gekauft und es ging los.
Nun wollten wir ein Haus auf diesem traumhaften Grundstück am Wald bauen und selbst unser Glück beim Bauamt versuchen. Morgen mehr.
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Wie wir nach Portugal kamen...
Freitag, 29. Oktober 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 17
Wir wollten das Grundstück nehmen, aber nur wenn sicher ist, dass wir dort 2 Häuser und eine Werkstatt bauen dürfen. Unser holländischer Makler hat das für uns in die Hand genommen und entsprechende Bauvoranfragen gestellt. Meine Eltern haben sich zwischenzeitlich natürlich auch „ihr" nebenan liegendes Grundstück angeguckt und waren begeistert. Ganz anders als an der Algarve ist hier alles viel hügeliger und grüner. Man sagt zwar es ist hier kühler als an der Algarve, aber wenn es vielleicht 2 Grad sind. An vielen Tagen ist es hier auch wärmer.
Durch die Nähe zum Meer an der Algarve hatte meine Ma auch Probleme mit den Gelenken. Die Feuchtigkeit ist enorm, das Haus war nicht isoliert, eben Ferienhaus-Bauweise und die Möbel waren an den Wandseiten schimmelig! Als wir das erste Mal im Januar 1997 dort zu Besuch waren und meine Eltern erst einige Wochen dort wohnten, so ohne Kamin und Heizung, da hatte man morgens beim Aufwachen das Gefühl auf einer feuchten Wiese zu liegen. Ich wollte auch immer ein Haus am Meer, aber das hatte sich dadurch erledigt.
Jedenfalls sollten wir im März eine Anzahlung von 10.000 DM machen, die wir im Fall von negativen Bauanfragen-Erebnissen dann wiederkriegen. Alles natürlich vertraglich geregelt, dafür sind wir viel zu deutsch um uns da auf irgendwelche mündlichen Versprechungen einzulassen.
Nun hiess es eine weitere Immobilie in Deutschland verkaufen und irgendwo mit den Maschinen einmieten, damit wir flexibler sind, wenn es losgeht. Die große Werkstatt auf dem tollen Waldgrundstück, wo wir so tolle Sommertage und Nächte verbracht haben und wo uns das Bauamt so viele Nerven gekostet hat. Wo unsere vielen gepackten Kartons schon standen.
Dazu mehr in der nächsten Sendung. Schalten Sie wieder ein, wenn es heisst: Bauamt, ich nie wieder!
Durch die Nähe zum Meer an der Algarve hatte meine Ma auch Probleme mit den Gelenken. Die Feuchtigkeit ist enorm, das Haus war nicht isoliert, eben Ferienhaus-Bauweise und die Möbel waren an den Wandseiten schimmelig! Als wir das erste Mal im Januar 1997 dort zu Besuch waren und meine Eltern erst einige Wochen dort wohnten, so ohne Kamin und Heizung, da hatte man morgens beim Aufwachen das Gefühl auf einer feuchten Wiese zu liegen. Ich wollte auch immer ein Haus am Meer, aber das hatte sich dadurch erledigt.
Jedenfalls sollten wir im März eine Anzahlung von 10.000 DM machen, die wir im Fall von negativen Bauanfragen-Erebnissen dann wiederkriegen. Alles natürlich vertraglich geregelt, dafür sind wir viel zu deutsch um uns da auf irgendwelche mündlichen Versprechungen einzulassen.
Nun hiess es eine weitere Immobilie in Deutschland verkaufen und irgendwo mit den Maschinen einmieten, damit wir flexibler sind, wenn es losgeht. Die große Werkstatt auf dem tollen Waldgrundstück, wo wir so tolle Sommertage und Nächte verbracht haben und wo uns das Bauamt so viele Nerven gekostet hat. Wo unsere vielen gepackten Kartons schon standen.
Dazu mehr in der nächsten Sendung. Schalten Sie wieder ein, wenn es heisst: Bauamt, ich nie wieder!
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Wie wir nach Portugal kamen...
Mittwoch, 15. September 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 16
Wir erinnern uns? Der Cliffhanger war das mein Mann nicht mehr wollte...
Tja, ich seh uns da noch am Strand stehen, vorher heiße Diskussionen im Auto, weil ja nun alles konkret wurde, bekam mein Mann plötzlich Angst, dass das alles nicht funktioniert. Unser Betrieb in Deutschland lief gerade richtig gut, endlich nach 3 Jahren Selbständigkeit fingen wir an was zu verdienen, also das etwas übrig blieb um zu sparen und nicht nur wieder für´s Finanzamt und andere Ämter und Versicherungen. Das alles aufzugeben und dann ins Ungewisse...
Ich hab geblärt und geredet, weil wir so ein Grundstück nicht wieder finden würden, das wir ja nun schon einen Großteil unserer Sachen in Kartons gepackt hatten, die Sprache lernten und wenn wir es jetzt nicht machen würden, dann sowieso nie und überhaupt... Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich 2 Tage gekämpft und gewonnen. Hat aber einige Nerven gekostet! Obwohl ich sagen muss, dass ich natürlich auch meinen Mann verstehen konnte, Existenzangst in erster Linie. Doch wir hatten bis dahin schon so viel geschafft, warum nicht auch das. Einziger Fürsprecher war zu der Zeit ein Maschinenhändler, den wir beim Rumfahren gefunden hatten. Der liebe Mann hat gesagt: „Hier gibt es Arbeit genug, kommen Sie her, dann fahr´ ich mit Ihnen rum, aber dafür müssen Sie hier sein, damit sie dann auch gleich arbeiten können." Das sich das Ganze innerhalb der nächsten Jahre komplett ändern würde, konnte ja keiner ahnen oder wissen.
Tja, ich seh uns da noch am Strand stehen, vorher heiße Diskussionen im Auto, weil ja nun alles konkret wurde, bekam mein Mann plötzlich Angst, dass das alles nicht funktioniert. Unser Betrieb in Deutschland lief gerade richtig gut, endlich nach 3 Jahren Selbständigkeit fingen wir an was zu verdienen, also das etwas übrig blieb um zu sparen und nicht nur wieder für´s Finanzamt und andere Ämter und Versicherungen. Das alles aufzugeben und dann ins Ungewisse...
Ich hab geblärt und geredet, weil wir so ein Grundstück nicht wieder finden würden, das wir ja nun schon einen Großteil unserer Sachen in Kartons gepackt hatten, die Sprache lernten und wenn wir es jetzt nicht machen würden, dann sowieso nie und überhaupt... Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich 2 Tage gekämpft und gewonnen. Hat aber einige Nerven gekostet! Obwohl ich sagen muss, dass ich natürlich auch meinen Mann verstehen konnte, Existenzangst in erster Linie. Doch wir hatten bis dahin schon so viel geschafft, warum nicht auch das. Einziger Fürsprecher war zu der Zeit ein Maschinenhändler, den wir beim Rumfahren gefunden hatten. Der liebe Mann hat gesagt: „Hier gibt es Arbeit genug, kommen Sie her, dann fahr´ ich mit Ihnen rum, aber dafür müssen Sie hier sein, damit sie dann auch gleich arbeiten können." Das sich das Ganze innerhalb der nächsten Jahre komplett ändern würde, konnte ja keiner ahnen oder wissen.
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Wie wir nach Portugal kamen...
Dienstag, 29. Juni 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 15
Nach dem Desaster haben meine Eltern erstmal eine Krankenversicherung abgeschlossen. Wir waren aber in Sachen Haus und/oder Grund noch nicht weiter. Da wir über die Vorkommnisse noch ziemlich geschockt waren, war unsere Idee (auch die meines Mannes), ein großes Grundstück zu suchen, auf dem auch Platz für meine Eltern ist, aber auf keinen Fall in einem Haus.
Wir haben uns dann an den Holländer (Makler) in dem kleinen Dorf erinnert und ihm ein Fax geschickt, in dem wir geschildert haben was wir so suchen. Also ein großes Grundstück nicht so flach, mit 2 Häusern + Werkstatt oder mit der Möglichkeit die 3 Sachen zu bauen. Ende November 1998 rief uns der Makler an und meinte: „Ich glaube ich hab was für euch, so was was ihr sucht." Da wir Weihnachten sowieso bei meinen Eltern verbringen wollen sind wir im Dezember wieder hingeflogen, aber dieses Mal mit Rückflug!
Wir sind dann im Dezember 1998 zu meinen Eltern geflogen und von da aus ohne Kinder ca. 350 km Richtung Norden. Beim Makler sind wir dann mit in sein Auto gestiegen und noch 15 km hierher gefahren. Was soll ich sagen? Das war´s! Gesehen und gewusst das isses. Auf dem höchsten Punkt eines Hügels, ringsrum grün, ein kleines Dorf mit ca 30 Häusern, einem Café, einer Kirche, Schule und Kindergarten in einem Gebäude. Es waren/sind 2 Grundstücke. 1 x ca. 15.000m² und 1 x 3.000 m² mit einem Höhenunterschied von 40 m, alten Baumbestand, 2 Quellen. Auf dem großen Grundstück stand eine altes Haus mit 4 kleinen Zimmerchen und einem außen angebauten Raum mit Schornstein, also Küche, ein Gebäude in dem Wein hergestellt wurde und jede Menge alte Ställe. Preis 135.000,-- DM! Maklergebühren trägt hier der Verkäufer. Und weil damit alles ziemlich konkret wurde und Entscheidungen anstanden, da sagte mein Mann auf einmal: „Nö!"
Wir haben uns dann an den Holländer (Makler) in dem kleinen Dorf erinnert und ihm ein Fax geschickt, in dem wir geschildert haben was wir so suchen. Also ein großes Grundstück nicht so flach, mit 2 Häusern + Werkstatt oder mit der Möglichkeit die 3 Sachen zu bauen. Ende November 1998 rief uns der Makler an und meinte: „Ich glaube ich hab was für euch, so was was ihr sucht." Da wir Weihnachten sowieso bei meinen Eltern verbringen wollen sind wir im Dezember wieder hingeflogen, aber dieses Mal mit Rückflug!
Wir sind dann im Dezember 1998 zu meinen Eltern geflogen und von da aus ohne Kinder ca. 350 km Richtung Norden. Beim Makler sind wir dann mit in sein Auto gestiegen und noch 15 km hierher gefahren. Was soll ich sagen? Das war´s! Gesehen und gewusst das isses. Auf dem höchsten Punkt eines Hügels, ringsrum grün, ein kleines Dorf mit ca 30 Häusern, einem Café, einer Kirche, Schule und Kindergarten in einem Gebäude. Es waren/sind 2 Grundstücke. 1 x ca. 15.000m² und 1 x 3.000 m² mit einem Höhenunterschied von 40 m, alten Baumbestand, 2 Quellen. Auf dem großen Grundstück stand eine altes Haus mit 4 kleinen Zimmerchen und einem außen angebauten Raum mit Schornstein, also Küche, ein Gebäude in dem Wein hergestellt wurde und jede Menge alte Ställe. Preis 135.000,-- DM! Maklergebühren trägt hier der Verkäufer. Und weil damit alles ziemlich konkret wurde und Entscheidungen anstanden, da sagte mein Mann auf einmal: „Nö!"
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Wie wir nach Portugal kamen...
Dienstag, 22. Juni 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 14
Wir sind immer noch am Flughafen Faro und suchen verzweifelt nach einer günstigen Möglichkeit meinen Mann nach Hause (Deutschland) zu kriegen. Da sagt auf einmal eine Frau von Sixt: "Ich glaube da ist ein Auto in Lissabon, das wieder nach Deutschland zurück muss." Und richtig, wir haben ca. 300 DM bezahlen müssen und Mann und Hund konnten wieder Richtung Hause fahren. Ich bin mit den Kindern noch geblieben, es kamen auch noch Feriengäste (gute Bekannte), aber dadurch hatte meine Mutter was
um die Ohren.
Dann konnte ich meinen Vater aus dem Krankenhaus abholen, die wollten aber, dass ich sofort die Rechnung bezahle. Meine Eltern hatten das Thema Krankenversicherung immer fröhlich vor sich hergeschoben, so mit 52 war das "krank werden" doch eigentlich noch in weiter Ferne. Jau, und da stand ich da und die wollten umgerechnet 20.000 DM von mir/uns haben. Aus dem Automaten konnte ich ja nur 400 DM pro Tag ziehen und damit hatten wir vorher schon 800,-- im Krankhaus angezahlt. Das dabei so viel rauskommt, da haben wir nicht mit gerechnet. Im Nachhinein war es Abzockerei, aber was soll man machen, sie haben ihm geholfen, Bein war immer noch dran.
Ich konnte dann meine Eurocard mit 10.000 DM belasten und habe gesagt, dass mein Mann auf dem Weg nach Deutschland ist und von dort den Rest überweist. Nicht, dass wir das alles locker auf´m Konto hatten, nein, wir haben bei beiden Konten (geschäftlich und privat) den Dispo bis zum Limit ausgereizt. Meine Eltern hatten das Geld auch nicht, sie lebten von unserer Miete, die wir für die Werkstatt an meine Mutter als Vermieterin zahlten und von der Vermietung der Ferienwohnung.
Es kam dann noch ein alter Taxi-Kollege nach den Feriengästen, der hatte schon lange gebucht und das passte auch ganz gut, weil er meinen Vater dann immer zur Nachbehandlung gefahren hat. Irgendwann nach über 3 Wochen bin ich mit den Kindern auch endlich wieder nach Hause geflogen. Ach ja, mein Vater hat seitdem keine Zigarette mehr angefasst.
...und Überraschungsbesuche machen wir jetzt auch nicht mehr.
Schalten Sie wieder ein, wenn es heisst: " Ja, und wie geht das jetzt weiter?"
um die Ohren.
Dann konnte ich meinen Vater aus dem Krankenhaus abholen, die wollten aber, dass ich sofort die Rechnung bezahle. Meine Eltern hatten das Thema Krankenversicherung immer fröhlich vor sich hergeschoben, so mit 52 war das "krank werden" doch eigentlich noch in weiter Ferne. Jau, und da stand ich da und die wollten umgerechnet 20.000 DM von mir/uns haben. Aus dem Automaten konnte ich ja nur 400 DM pro Tag ziehen und damit hatten wir vorher schon 800,-- im Krankhaus angezahlt. Das dabei so viel rauskommt, da haben wir nicht mit gerechnet. Im Nachhinein war es Abzockerei, aber was soll man machen, sie haben ihm geholfen, Bein war immer noch dran.
Ich konnte dann meine Eurocard mit 10.000 DM belasten und habe gesagt, dass mein Mann auf dem Weg nach Deutschland ist und von dort den Rest überweist. Nicht, dass wir das alles locker auf´m Konto hatten, nein, wir haben bei beiden Konten (geschäftlich und privat) den Dispo bis zum Limit ausgereizt. Meine Eltern hatten das Geld auch nicht, sie lebten von unserer Miete, die wir für die Werkstatt an meine Mutter als Vermieterin zahlten und von der Vermietung der Ferienwohnung.
Es kam dann noch ein alter Taxi-Kollege nach den Feriengästen, der hatte schon lange gebucht und das passte auch ganz gut, weil er meinen Vater dann immer zur Nachbehandlung gefahren hat. Irgendwann nach über 3 Wochen bin ich mit den Kindern auch endlich wieder nach Hause geflogen. Ach ja, mein Vater hat seitdem keine Zigarette mehr angefasst.
...und Überraschungsbesuche machen wir jetzt auch nicht mehr.
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Wie wir nach Portugal kamen...
Dienstag, 15. Juni 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 13
Endlich, endlich am Nachmittag kam dann der erlösende Anruf von meinem Vater, dass er wohl wahnsinniges Glück und den richtigen Arzt zur richtigen Zeit hatte. Dieses Gefühl, diese Anspannung bis dahin... absoluter Horror. Er war natürlich mehr als happy und ich werde nie vergessen, wie er geweint hat, als ich meine Ma zu diesem Krankenhaus gefahren habe und wir ins Zimmer kamen. Das Krankenhaus würde ich wohl nicht wiederfinden. Das war direkt in Lissabon irgendwo oben, gar nicht als Krankenhaus zu erkennen. Schmale Strassen hoch und dann durch ein Wirrwar von Einbahnstrassen. Teilweise so eng, dass wir mit dem 190er Mercedes zurücksetzen mussten um um die Ecke zu kommen. Geparkt haben wir einfach an der Seite einer solchen Einbahnstrasse um dann noch wieder durch enge Gassen nach oben zu laufen. Ich war einige Male dort.
10 Tage nach Ankunft unseres Überraschungsbesuchs haben wir versucht zumindest für meinen Mann einen Rückflug zu kriegen, denn er musste ja wieder arbeiten. Ohne ihn kein Einkommen. Aber es war kein Flug zu kriegen, nicht ein kleines Plätzchen, da Herbstferien waren. (Ich rede hier auch noch von "ohne Internet".) Neben den Kilometern, die wir für die Krankenhausbesuche in Lissabon runtergerissen haben (eine Strecke 400 km), haben wir noch Grundstücke und Gebäude angeguckt, die uns ein Deutscher, der mit einer Portugiesin verheiratet ist, gezeigt hat. Ich weiß nicht, wieviel Kilometer ich in diesen 3 Wochen gefahren bin, aber es müssen mehrere Tausend gewesen sein. Die Häuser und Grundstücke haben uns auch absolut nicht vom Hocker gerissen, meistens ganz flaches Land mit jeder Menge Strommasten und aus allen Richtungen Hundegebell.
Wir sind nach Faro zum Flughafen um vor Ort einen Flug irgendwo Richtung Norddeutschland zu kriegen, nix. Nach Lissabon zum Flughafen, alles über 1000 DM. Frechheit. Dann wieder nach Faro und dort hatten wir die Idee nach einem Leihwagen zu fragen. Wirklich jeden Tresen abgeklappert. Ebenfalls völlig indiskutabel vom Preis her.
Schalten Sie wieder ein, wenn es heisst: "Wie kommen die wieder nach Hause?"
10 Tage nach Ankunft unseres Überraschungsbesuchs haben wir versucht zumindest für meinen Mann einen Rückflug zu kriegen, denn er musste ja wieder arbeiten. Ohne ihn kein Einkommen. Aber es war kein Flug zu kriegen, nicht ein kleines Plätzchen, da Herbstferien waren. (Ich rede hier auch noch von "ohne Internet".) Neben den Kilometern, die wir für die Krankenhausbesuche in Lissabon runtergerissen haben (eine Strecke 400 km), haben wir noch Grundstücke und Gebäude angeguckt, die uns ein Deutscher, der mit einer Portugiesin verheiratet ist, gezeigt hat. Ich weiß nicht, wieviel Kilometer ich in diesen 3 Wochen gefahren bin, aber es müssen mehrere Tausend gewesen sein. Die Häuser und Grundstücke haben uns auch absolut nicht vom Hocker gerissen, meistens ganz flaches Land mit jeder Menge Strommasten und aus allen Richtungen Hundegebell.
Wir sind nach Faro zum Flughafen um vor Ort einen Flug irgendwo Richtung Norddeutschland zu kriegen, nix. Nach Lissabon zum Flughafen, alles über 1000 DM. Frechheit. Dann wieder nach Faro und dort hatten wir die Idee nach einem Leihwagen zu fragen. Wirklich jeden Tresen abgeklappert. Ebenfalls völlig indiskutabel vom Preis her.
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Wie wir nach Portugal kamen...
Dienstag, 8. Juni 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 12
Anfang Oktober 1998 haben wir einen Überraschungsbesuch bei meinen Eltern gemacht. Oneway-Flug mit Kindern und Hund nach Faro und mit Leihwagen hin zum Haus. Das Auto war so vollgepackt. Großer Hund heisst ja auch große Flugbox. Mein Mann denkt ja bei sowas immer an alles. So hatten wir denn ein kleines Auto mit Dachgepäckträger gemietet. Oben drauf die in 2 Teile entschraubte Kiste, da drin noch ein Koffer und Rucksäcke. Das ganze mit einem mitgebrachten Seil gut befestigt. So sind wir dann die eine Stunde zum Haus gejuckelt. Die Überraschung ist auch gelungen, die Freude war groß.
Nach ein paar Tagen hatte mein Vater Probleme mit seinem einen Bein, es war kalt und weiß und nach 2 schlaflosen Nächten (ich sehe ihn noch mit Zigarette im Wohnzimmer sitzen), ist mein Mann mit ihm zum Arzt. Diagnose: Raucherbein. Er hat beim Arzt die letzten Zigaretten in den Müll geschmissen. Von dort ist er mit Blaulicht nach Lissabon (350 km) in ein Krankenhaus. Das Letzte war ein Anruf um 22 Uhr mit den Worten: „Ich liege hier hinter so einem blauen Vorhang und habe ein ganz schlechtes Gefühl."
Am nächsten Morgen habe ich beim Krankenhaus angerufen, aber ich hab´s mangels Sprachkenntnisse nicht weiter als bis zur Zentrale geschafft. Die Frau hat mich zwar verstanden, aber ich sie nicht. So konnten wir nur warten und wussten nicht, ob das Bein nun gerettet werden konnte oder schon ab war.
Ein absolutes Sch... Gefühl.
Weil das Leben eben nicht immer lustig ist, schalten Sie doch nächste Woche Dienstag wieder ein.
Nach ein paar Tagen hatte mein Vater Probleme mit seinem einen Bein, es war kalt und weiß und nach 2 schlaflosen Nächten (ich sehe ihn noch mit Zigarette im Wohnzimmer sitzen), ist mein Mann mit ihm zum Arzt. Diagnose: Raucherbein. Er hat beim Arzt die letzten Zigaretten in den Müll geschmissen. Von dort ist er mit Blaulicht nach Lissabon (350 km) in ein Krankenhaus. Das Letzte war ein Anruf um 22 Uhr mit den Worten: „Ich liege hier hinter so einem blauen Vorhang und habe ein ganz schlechtes Gefühl."
Am nächsten Morgen habe ich beim Krankenhaus angerufen, aber ich hab´s mangels Sprachkenntnisse nicht weiter als bis zur Zentrale geschafft. Die Frau hat mich zwar verstanden, aber ich sie nicht. So konnten wir nur warten und wussten nicht, ob das Bein nun gerettet werden konnte oder schon ab war.
Ein absolutes Sch... Gefühl.
Weil das Leben eben nicht immer lustig ist, schalten Sie doch nächste Woche Dienstag wieder ein.
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Wie wir nach Portugal kamen...
Dienstag, 1. Juni 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 11
Nach dem Ende des Unterrichts brauchten wir ja nun wieder einen Lehrer und so haben wir in der mittlerweile berühmt berüchtigten Kleinanzeigenzeitung eine Anzeige aufgegeben. Daraufhin hat sich ein Mann gemeldet, der den Kontakt zu einer Portugiesin mit deutschem Mann und 3 Kindern aus der Umgebung hergestellt hat. Da sind wir hin und ich seh mich da noch beim allerersten Besuch Kind 2 auf dem Wohnzimmerboden wickeln, also die Bombe vom Hintern machen, aber die waren bei 3 Kindern (die Älteste war damals im absoluten Zickalter von 14/15) damit nicht zu schocken. Wir haben da in den ersten 2 Monaten so viel gelernt, wie bei dem anderen Idi in der ganzen Zeit nicht. Zu Hause bei ihr am Esszimmertisch und das kostete auch noch 75 % weniger. Sie hat uns auch auf solche typischen Gepflogenheiten hingewiesen, z. B. das man zu alkoholischen Getränken immer was zu essen hinstellt, egal Nüsse, Brot oder sonstwas, ansonsten gilt man als Saufsack. Die hat so viel Pfeffer im Hintern, das hat so einen Spaß gemacht und es bliebt nicht nur beim Unterricht, sondern auch gegenseitigen Speis- und Trank-Einladungen.
Jedenfalls haben wir richtig, richtig gut was gelernt, was mir oft geholfen hat, wenn ich mit den Kindern Hausaufgaben gemacht habe. Grammatik war ja beim „Sprachinstitut" ein Fremdwort.
Schalten Sie wieder ein, wenn es heisst: Überraschungsbesuch, NIE wieder!
Jedenfalls haben wir richtig, richtig gut was gelernt, was mir oft geholfen hat, wenn ich mit den Kindern Hausaufgaben gemacht habe. Grammatik war ja beim „Sprachinstitut" ein Fremdwort.
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Wie wir nach Portugal kamen...
Dienstag, 25. Mai 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 10
So sind wir tagsüber durch die Gegend gejuckelt und haben nach Schildern geguckt "zu verkaufen"! Irgendwann sagt mein Mann zu ihm, dass wir nach Schildern auch selbst gucken können, er (Herr Portugiesisch-Lehrer) wollte doch eigentlich in die Cafés gehen und fragen. Ach ja! Anscheinend eine völlig neue, aber gute Idee. Also ab ins nächste Café und wir mussten wieder draussen bleiben, wegen der Preistreiberei! Jedensfalls vergingen wieder ein oder zwei Tage und wir hatten kaum etwas gesehen. Die Stimmung wurde irgendwie schlechter, weil auch alles völlig planlos war.
Dann hat der werte Herr Lehrer irgendetwas zu der Bekannten, die warum-auch-immer? mitgefahren ist (den Mann hatten wir zwischendurch auch nochmal mit) etwas auf portugiesisch gesagt, was wir aber verstanden haben. Ich weiß nicht mehr was es war, ich erinnere mich nur noch an eine Vollbremsung meines Mannes und das ich ihn in meinem Leben noch nie so schreien gehört habe (dann außerhalb des Autos). Uns wurde dann vom Herrn Lehrer vorgeworden, während er (Herr Lehrer) bis nachts um 2 für uns GEARBEITET hätte, würden wir mit einer Flasche Wein im Hotel liegen! Man erinnere sich, wir sollten im Hotel bleiben.
Irgendwie war die Tour damit beendet, wir sind erstmal wieder "normal" miteinander umgegangen, aber es war ein riesger Knacks da. Es waren noch einige Vorfälle die das berühmte Fass zum Überlaufen gebracht haben, aber das kann ich hier nicht noch alles schreiben. Wir sollten ihm dann noch den teuersten Leihwagen von Lissabon nach Faro für zwei Tage bezahlen, dabei sind wir ja auch wieder zur Algarve runtergefahren und dann sollten wir seiner mitgefahrenen Bekannten noch 500 DM geben, haben wir aber nicht. Seine Rechnung haben wir dann mit dem Schild (so eins was man auf die Strasse stellen kann), das mein Mann aus Edelstahl für ihn gemacht hatte, verrechnet. Wir sind danach noch 2 x mit Bauchschmerzen zum Unterricht gegangen und haben das Ganze beendet und anschließend unter Lebenserfahrung verbucht.
Was uns nachher noch eingefallen ist: Ist es nicht auch preistreibend, wenn ein schwarzer, goldkettenbehangener Mann eine Immobilie sucht?
Dann hat der werte Herr Lehrer irgendetwas zu der Bekannten, die warum-auch-immer? mitgefahren ist (den Mann hatten wir zwischendurch auch nochmal mit) etwas auf portugiesisch gesagt, was wir aber verstanden haben. Ich weiß nicht mehr was es war, ich erinnere mich nur noch an eine Vollbremsung meines Mannes und das ich ihn in meinem Leben noch nie so schreien gehört habe (dann außerhalb des Autos). Uns wurde dann vom Herrn Lehrer vorgeworden, während er (Herr Lehrer) bis nachts um 2 für uns GEARBEITET hätte, würden wir mit einer Flasche Wein im Hotel liegen! Man erinnere sich, wir sollten im Hotel bleiben.
Irgendwie war die Tour damit beendet, wir sind erstmal wieder "normal" miteinander umgegangen, aber es war ein riesger Knacks da. Es waren noch einige Vorfälle die das berühmte Fass zum Überlaufen gebracht haben, aber das kann ich hier nicht noch alles schreiben. Wir sollten ihm dann noch den teuersten Leihwagen von Lissabon nach Faro für zwei Tage bezahlen, dabei sind wir ja auch wieder zur Algarve runtergefahren und dann sollten wir seiner mitgefahrenen Bekannten noch 500 DM geben, haben wir aber nicht. Seine Rechnung haben wir dann mit dem Schild (so eins was man auf die Strasse stellen kann), das mein Mann aus Edelstahl für ihn gemacht hatte, verrechnet. Wir sind danach noch 2 x mit Bauchschmerzen zum Unterricht gegangen und haben das Ganze beendet und anschließend unter Lebenserfahrung verbucht.
Was uns nachher noch eingefallen ist: Ist es nicht auch preistreibend, wenn ein schwarzer, goldkettenbehangener Mann eine Immobilie sucht?
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Wie wir nach Portugal kamen...
Dienstag, 18. Mai 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 9
Unser Portugiesisch-Lehrer wollte zur Expo in Lissabon und da war meine Idee, das doch gleich mit unserer Haus- oder Grundstückssuche zu verknüpfen. Er war einverstanden. Man erinnere sich an die Worte: "Ihr seid meine Freunde, ich helfe euch, ich will da nichts für haben!" Am Abend vorm Abflug kam ein Fax von ihm, eine Rechnung über 1.200 DM, Verdienstausfall, Auslagen usw. Ok haben wir gedacht, er hat ja Ausfall und wir wollten unbedingt mit ihm los, denn unsere ganze Hoffnung haben wir auf ihn gesetzt, endlich ein Grundstück oder Haus oder Werkstatt zu finden. Wir kannten hier ausser an der Algarve ja niemanden.
Den Flug für seine Tochter haben wir noch bezahlt und uns dann bei der Expo getroffen. Eine Bekannte wollte er noch auf die Tour mitnehmen, die sich mit allem irgendwie auskennen sollte. Am ersten Tag sind wir zu einem Freund von ihm gefahren. Bei diesem Carlos haben wir einen ganz tollen Tag verbracht mit der ganzen Familie und typisch portugiesischem Essen. Leider konnten wir trotz monatelangem Unterricht keinen vernünftigen Satz formulieren. Die Begeisterung für das Land und die Leute hat sich aber bestätigt.
Abends sollten wir im Hotel bleiben, während er sich mit Carlos Häuser oder Grundstücke anguckt. Wei-heil: wenn wir als Deutsche dabei wären, würde das den Preis in die Höhe treiben! Also haben wir es uns mit einer Flasche Rotwein im Hotel gemütlich gemacht. Am nächsten Morgen beim Frühstück waren wir natürlich sehr auf das Ergebnis gespannt. Nö, da wäre nichts für uns dabei gewesen. Mmmh?!
Dranbleiben - immer dienstags hier auf diesem Kanal.
Den Flug für seine Tochter haben wir noch bezahlt und uns dann bei der Expo getroffen. Eine Bekannte wollte er noch auf die Tour mitnehmen, die sich mit allem irgendwie auskennen sollte. Am ersten Tag sind wir zu einem Freund von ihm gefahren. Bei diesem Carlos haben wir einen ganz tollen Tag verbracht mit der ganzen Familie und typisch portugiesischem Essen. Leider konnten wir trotz monatelangem Unterricht keinen vernünftigen Satz formulieren. Die Begeisterung für das Land und die Leute hat sich aber bestätigt.
Abends sollten wir im Hotel bleiben, während er sich mit Carlos Häuser oder Grundstücke anguckt. Wei-heil: wenn wir als Deutsche dabei wären, würde das den Preis in die Höhe treiben! Also haben wir es uns mit einer Flasche Rotwein im Hotel gemütlich gemacht. Am nächsten Morgen beim Frühstück waren wir natürlich sehr auf das Ergebnis gespannt. Nö, da wäre nichts für uns dabei gewesen. Mmmh?!
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Wie wir nach Portugal kamen...
Dienstag, 11. Mai 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 8
Wieder mal spielt eine "AbisZ"-Zeitung eine Rolle. In eben dieser, die wir wirklich nur einige Male im Jahr gekauft haben, stand ein Mobilheim auf einem Campingplatz ganz in der Nähe zum Verkauf. Kannte ich bis dahin gar nicht, so ein Ding, aber mein Mann. Für Nicht-Camper, das ist eine Holzhütte (gibt´s inzwischen auch aus Alu oder PVC) von 10 x 3 m mit WZ, SZ, Küche und Klo. Unter dieser Hütte sind 2 kleine Räder, daher "Mobil", aber man kann das nicht hinterm Auto herziehen, das ist nur zum auf-, abladen und richtig hinstellen gedacht.
Angerufen und hin die Hütte angeguckt. Weil dort noch ein Rohbau von 1,5 x 2 m angebaut war (Kinderzimmer), haben wir es gekauft. Dusche hatten wir in der Werkstatt, es ging also. Ich liebe ja Hunde, aber der Besitzer dieses Heims hatte eine Dogge. Ein Riesenvieh, der größte Hund, dem ich bisher live begegnet bin und wenn man dann noch in so einem alten Sessel versinkt und das Tier dir die Lefzen über den Kopf wischen kann... Respekt, ich mochte mich nicht bewegen.
Also hatten wir ein neues Heim. Schwiegervater hat den Anbau fertig ausgebaut. Eng, aber gemütlich und ruhig. Der Campingplatz war so runtergewirtschaftet, das im Sommer kaum Gäste kamen, es war himmlisch und mitten in der Natur. Ausserdem sollte das ja nur für kurze Zeit sein. Wir mussten dann ja noch unsere 120 m² Altbauwohnung verkaufen.
Wir haben fast alles in Kartons verpackt, denn wir mussten ja von 120 auf 33 m² und dann die zig Kartons in der Werkstatt untergestellt. Blöd war, dass wir auch unser 2 Jahre altes Wasserbett einlagern mussten. Der Boden im Mobilheim hätte es nicht tragen können, aber wie schon gesagt "Opfer bringen". Nun hiess es Wohnung verkaufen. Wie schon beim Verkauf des Hauses meiner Eltern wussten wir ja, kann länger dauern. Dem einen gefällt das nicht, dem anderen ist das Badezimmer zu klein. Letztendlich ist ein Familie mit 3 Kindern hängengeblieben. Auch hier mussten wir wieder ums Geld zittern, weil 3 Wochen vor Zahlung der Käufer meinte er würde nicht alles bezahlen, weil da ja ein alter feuchter Fleck an einer Wohnzimmerwand war. Wir haben aus dem Grund auch das Haus komplett neu streichen lassen. Der Mann war 3 x da um was auszumessen, den hätte er da doch auch schon sehen müssen/können. Egal, wir haben unser Geld komplett und fast pünktlich gekriegt, da eine Klage keine Ausicht auf Erfolg gehabt hätte, wie uns unser Anwalt versichert hat.
Schalten Sie wieder ein, wenn es heisst: "So hat Herr K noch nie geschrien!"
Angerufen und hin die Hütte angeguckt. Weil dort noch ein Rohbau von 1,5 x 2 m angebaut war (Kinderzimmer), haben wir es gekauft. Dusche hatten wir in der Werkstatt, es ging also. Ich liebe ja Hunde, aber der Besitzer dieses Heims hatte eine Dogge. Ein Riesenvieh, der größte Hund, dem ich bisher live begegnet bin und wenn man dann noch in so einem alten Sessel versinkt und das Tier dir die Lefzen über den Kopf wischen kann... Respekt, ich mochte mich nicht bewegen.
Also hatten wir ein neues Heim. Schwiegervater hat den Anbau fertig ausgebaut. Eng, aber gemütlich und ruhig. Der Campingplatz war so runtergewirtschaftet, das im Sommer kaum Gäste kamen, es war himmlisch und mitten in der Natur. Ausserdem sollte das ja nur für kurze Zeit sein. Wir mussten dann ja noch unsere 120 m² Altbauwohnung verkaufen.
Wir haben fast alles in Kartons verpackt, denn wir mussten ja von 120 auf 33 m² und dann die zig Kartons in der Werkstatt untergestellt. Blöd war, dass wir auch unser 2 Jahre altes Wasserbett einlagern mussten. Der Boden im Mobilheim hätte es nicht tragen können, aber wie schon gesagt "Opfer bringen". Nun hiess es Wohnung verkaufen. Wie schon beim Verkauf des Hauses meiner Eltern wussten wir ja, kann länger dauern. Dem einen gefällt das nicht, dem anderen ist das Badezimmer zu klein. Letztendlich ist ein Familie mit 3 Kindern hängengeblieben. Auch hier mussten wir wieder ums Geld zittern, weil 3 Wochen vor Zahlung der Käufer meinte er würde nicht alles bezahlen, weil da ja ein alter feuchter Fleck an einer Wohnzimmerwand war. Wir haben aus dem Grund auch das Haus komplett neu streichen lassen. Der Mann war 3 x da um was auszumessen, den hätte er da doch auch schon sehen müssen/können. Egal, wir haben unser Geld komplett und fast pünktlich gekriegt, da eine Klage keine Ausicht auf Erfolg gehabt hätte, wie uns unser Anwalt versichert hat.
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Dienstag, 4. Mai 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 7
Die Planung in Sachen Portugal lief immer irgendwie. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Frau Lämmergeier einen Waschzwang hatte, also sie konnte z. B. nicht die Mülltonne anfassen und wieder reinziehen und wenn die irgendwo eingeladen waren, musste sie zum Pippi machen wieder nach Hause. Die hatten nun mittlerweile auch ihre Wohnung renoviert und überall weiße Fliesen, also reinweiß und 50 x 50 cm. Hatte etwas von Klapsmühle und man könnte einfach mit´m Schlauch durchgehen. Die gingen uns immer mehr auf den Keks. Sie war den ganzen Tag zuhause, hat aber grundsätzlich abends um 22 Uhr die Waschmaschine (und die lief fast täglich, weil sie ja diese Dreckphobie hatte) angestellt. Wie gesagt, Altbau und direkt über unserem Schlafzimmer. Weil das Kind ja auch nur am Wochenende an die Luft kam, ist der liebe Nils immer mit seinem Bobby-Car über die Fliesen gerattert und wenn der fertig war, hat sie mal eben gesaugt.
Das wurde alles zuviel und wir wollten da nur noch weg. Schade um die schöne Wohnung, nach nur 2 Jahren Wohnzeit, aber wir hatten ja ein Ziel vor Augen. Also am besten schon mal verkaufen und woanders günstig für eine absehbare Zeit wohnen.
Schalten Sie wieder ein, wenn es heisst: "Nein, was für ein Zufall!"
Das wurde alles zuviel und wir wollten da nur noch weg. Schade um die schöne Wohnung, nach nur 2 Jahren Wohnzeit, aber wir hatten ja ein Ziel vor Augen. Also am besten schon mal verkaufen und woanders günstig für eine absehbare Zeit wohnen.
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Dienstag, 27. April 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 6
Wir sind dann bei jedem unserer Besuche meiner Eltern in Portugal für mehrere Tage losgefahren und haben nach Häusern, Scheune oder Grundstücken gesucht. Ist ja nicht wie in Deutschland (zu der Zeit) streng geheim, sondern es stehen überall Schilder dran. Zufällig haben wir dann in einem kleinen Dorf in der Nähe von unserem heutigen Zuhause einen Makler gefunden. Der war Holländer und wie jeder Holländer konnte er auch deutsch, denn so gut waren unsere portugiesisch Kenntnisse ja nun nicht. Er hat uns dann ein Haus gezeigt, das eigentlich nicht schlecht war. Unsere Maschinen hätten wir in Keller stellen können. Aber es hatte kaum Grundstück und das bisschen was da war, war alles schräg, weil es am Hang mit Blick auf den Friedhof lag. Letztendlich hätten wir es finanziell auch nicht geschafft. Also hieß es weitersuchen. Wir sind durchs ganze Land, bis hoch in den Norden, aber oft wollten die Preise jenseits von gut und böse haben…
Der Unterricht im Sprachinstitut lief ziemlich locker chaotisch ab. Der Mann war nicht in der Lage 4 Seiten aus einem Buch für 4 Personen zu kopieren und erzählte eigentlich nur Geschichten. Aber er hat gesagt, er will uns helfen was in Portugal zu finden, er hat da Freunde und wenn er uns hilft, dann will er da nichts für haben, wir sind ja seine Freunde. Gelernt haben wir da eigentlich nichts. Doch, was für´s Leben, aber das kam später.
Schalten Sie wieder ein, wenn es heisst: Lämmergeiers, die sind doch nicht ganz gesund!
Der Unterricht im Sprachinstitut lief ziemlich locker chaotisch ab. Der Mann war nicht in der Lage 4 Seiten aus einem Buch für 4 Personen zu kopieren und erzählte eigentlich nur Geschichten. Aber er hat gesagt, er will uns helfen was in Portugal zu finden, er hat da Freunde und wenn er uns hilft, dann will er da nichts für haben, wir sind ja seine Freunde. Gelernt haben wir da eigentlich nichts. Doch, was für´s Leben, aber das kam später.
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Dienstag, 20. April 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 5
Bin gleich nach dem Telefonat wieder hoch und hab irgendeinen Rechtsanwalt angerufen. War ja schon Abend, aber ich hätte sonst nicht geschlafen und hab tatsächlich noch einen direkt erreicht. Der hat mich beruhigt, denn weil ja alles notariell geregelt war, würde der Käufer nicht so einfach aus der Nummer rauskommen. Am Ende hat der Chef des Käufers für die fehlenden 20.000 DM gebürgt und es ist noch mal alles gut gegangen. War aber sehr Nerven aufreibend. Die Familie musste übrigens nach 2 Jahren das Haus wieder verkaufen und wohnt seitdem gegenüber im Reihenhaus zur Miete.
Nach mehreren Besuchen bei meinen Eltern hatte ich die fixe Idee: Warum können wir nicht auch nach Portugal gehen? Ich habe geglaubt, dass mein Mann kopfschüttelnd abwinkt, denn wir waren erst seit 2 Jahren mit einem Dreh- und Fräsbetrieb selbständig. Aber er war auch angetan von der Idee. So haben wir uns vom portugiesischen Konsulat Unterlagen schicken lassen. Überall hieß es: Das ist ein aufstrebendes, wachsendes Land, viele große deutsche Unternehmen haben dort Filialen.
Wir wollten aber nicht an die Algarve, sondern dorthin wo Industrie ist, also die Mitte oder der Norden von Portugal. Außerdem bestand mein Mann auf einen Mindestabstand von 250 km zwischen ihm und seiner Schwiegermutter. Und wir mussten natürlich die Sprache lernen, also haben wir uns bei einem Sprachinstitut angemeldet, nicht billig, aber dafür waren wir höchstens 5 Schüler. Oft auch nur wir zwei und wir konnten die Tage sogar tauschen, wenn es uns nicht passte. Der Chef und gleichzeitig Lehrer war ein Schwarzer von den Kapverden, erster Eindruck: Nett!
Schalten Sie immer dienstags ein, wenn es heisst: "Nee, echt?"
Nach mehreren Besuchen bei meinen Eltern hatte ich die fixe Idee: Warum können wir nicht auch nach Portugal gehen? Ich habe geglaubt, dass mein Mann kopfschüttelnd abwinkt, denn wir waren erst seit 2 Jahren mit einem Dreh- und Fräsbetrieb selbständig. Aber er war auch angetan von der Idee. So haben wir uns vom portugiesischen Konsulat Unterlagen schicken lassen. Überall hieß es: Das ist ein aufstrebendes, wachsendes Land, viele große deutsche Unternehmen haben dort Filialen.
Wir wollten aber nicht an die Algarve, sondern dorthin wo Industrie ist, also die Mitte oder der Norden von Portugal. Außerdem bestand mein Mann auf einen Mindestabstand von 250 km zwischen ihm und seiner Schwiegermutter. Und wir mussten natürlich die Sprache lernen, also haben wir uns bei einem Sprachinstitut angemeldet, nicht billig, aber dafür waren wir höchstens 5 Schüler. Oft auch nur wir zwei und wir konnten die Tage sogar tauschen, wenn es uns nicht passte. Der Chef und gleichzeitig Lehrer war ein Schwarzer von den Kapverden, erster Eindruck: Nett!
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Mittwoch, 14. April 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 4
Nachdem der erste Makler, als meine Eltern noch da waren einen viel zu hohen "Das-können-Sie-locker-kriegen"-Preis genannt hat und die ein Angebot von 20.000,- Mark weniger eines ernsthaften Interessenten ausgeschlagen haben, war das Haus mittlerweile schon länger in den Zeitungen und es wurde immer schwieriger. Die Zeit drängte, wir haben dann immer sonntags "Tag der offenen Tür" gemacht. Bis im Februar, also kurz vor knapp, eine Familie mit 2 Kindern hängen blieb. Allerdings 50.000 weniger als vom Makler in den Raum geworfen.
Was man sich aber alles so anhören muss, was den Leuten alles nicht so passt am Haus oder am Garten, unglaublich. „Schatzi, das Kirmesfenster muss aber raus!“ Also hin zum Notar, bis Ende April soll bezahlt werden, die Käufer durften aber schon rein und renovieren.
Am 26. April einen Tag bevor wir nach Portugal fliegen wollten um meine Eltern zu besuchen, ruft mich der Käufer an: "Er würde das Geld nicht von der Bank kriegen, er hatte die mündliche Zusage des Bankmenschen, aber nun hätten die abgelehnt." Da musste ich mich erstmal hinsetzen.
Was man sich aber alles so anhören muss, was den Leuten alles nicht so passt am Haus oder am Garten, unglaublich. „Schatzi, das Kirmesfenster muss aber raus!“ Also hin zum Notar, bis Ende April soll bezahlt werden, die Käufer durften aber schon rein und renovieren.
Am 26. April einen Tag bevor wir nach Portugal fliegen wollten um meine Eltern zu besuchen, ruft mich der Käufer an: "Er würde das Geld nicht von der Bank kriegen, er hatte die mündliche Zusage des Bankmenschen, aber nun hätten die abgelehnt." Da musste ich mich erstmal hinsetzen.
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Dienstag, 6. April 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 3
Zufällig habe ich eine AbisZ gekauft, so eine Zeitung für kostenlose Kleinanzeigen. Hab ich echt nur 2 x pro Jahr, wenn wir was Bestimmtes gesucht haben und da stand unter Verschiedenes: "Verkaufe meinen Landsitz in Portugal". Hab gleich meine Eltern angerufen und die Nummer durchgegeben. Die haben da angerufen und sind kurz darauf nach Ostfriesland zu den Leuten hin, Fotos angeguckt, Schlüssel mitgenommen und hingeflogen. Zeit hatten sie ja. Das auf den Fotos Geschönte war ziemlicher Schrott, die Hälfte war inzwischen verbrannt und der Rest ausgeräumt. Aber sie waren da und haben nach mehreren Ausflügen ihr Traumhaus gefunden. An der Algarve mit Meerblick, oben noch eine komplette Wohnung mit 2 Badezimmern zum Vermieten oder für Freunde. Das Haus war nagelneu von einem Portugiesen gebaut, dessen Frau vor dem Einzug gestorben ist.
Meine Eltern haben das mit dem Haus klargemacht, Vertrag unterschrieben, mit Zahlung bis Februar 1997, sonst Verzugszinsen. Nun mussten sie "nur" noch ihr Haus in Deutschland verkaufen. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass ich nie nie wieder eine Immobilie verkaufen müssen möchte. Wir haben insgesamt 4 Immobilien verkauft und jede ist eine Bombengeschichte für sich alleine. Komm ich noch drauf zurück.
Letztendlich haben wir mit Freunden am 06.12.1996 einen riesigen LKW vollgeladen und auf die Reise geschickt, meine Eltern mit Auto hinterher. Der Hausverkauf hing nun an uns. Tolle Sache!
Meine Eltern haben das mit dem Haus klargemacht, Vertrag unterschrieben, mit Zahlung bis Februar 1997, sonst Verzugszinsen. Nun mussten sie "nur" noch ihr Haus in Deutschland verkaufen. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass ich nie nie wieder eine Immobilie verkaufen müssen möchte. Wir haben insgesamt 4 Immobilien verkauft und jede ist eine Bombengeschichte für sich alleine. Komm ich noch drauf zurück.
Letztendlich haben wir mit Freunden am 06.12.1996 einen riesigen LKW vollgeladen und auf die Reise geschickt, meine Eltern mit Auto hinterher. Der Hausverkauf hing nun an uns. Tolle Sache!
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Sonntag, 4. April 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 2
Lämmergeier hießen so, angelehnt an deren Original-Namen. Erster Eindruck… nett(!). Deren Sohn Nils war 2. Herr Lämmergeier war Klapperfahrer bei Mercedes. Das heißt er fährt die Autos nach Fertigstellung und horcht ob da was klappert. Völlig überbezahlter Job. Wie pflegte er noch zu sagen: „Für unter 30 Mark steh ich gar nicht erst auf!“ Wir reden vom Stundenlohn 1995. Überhaupt hat er auch mehrmals drauf hingewiesen, dass er mit dem Ferrari-Bentley-Maserati-Händler nicht weit von unserer City zu Schule gegangen ist. Sie tippelte eigentlich nur übergewichtig durch die Gegend. Sie und das Kind wurden nur gelüftet, wenn er dabei war. Man hörte sie mehr, als das man sie sah. Ach ja, Kater Charlie gehörte auch noch dazu. Der hat bei seinem einzigen Besuch in unserer Wohnung eine Ladung Flöhe hinterlassen. Dann haben wir uns einen Hund angeschafft. (Die Familie wird später noch wieder auftauchen).
Zu unserer Wohnung gehörte auch Garten. Sowohl vorne, vor der Haustür, als auch hinten, wo wir uns eine schöne Sitzecke im Sommer gemacht haben. Irgendwann saßen wir mit meinen Eltern abends draußen und ein Kumpel von meinem Pa, mit dem er 12 Jahre bei der Bundeswehr zusammen viel Quatsch gemacht hatte, war in kürzester Zeit an Lungenkrebs gestorben. Dieser Kumpel mit Frau hatte 3 Jahre in den USA gelebt und dorthin wollten die beiden auch eigentlich mal wieder zurück. Und so kommt man ins Grübeln und denkt drüber nach, wie viel Zeit einem vielleicht noch so bleibt und dann hab ich zu meinen Eltern gesagt: „Warum macht ihr das nicht? Woanders hinziehen.“ Ja und dann ließen meine Eltern die Gedanken so schweifen, dann aber nicht auf eine Insel oder ganz weit weg. Portugal?
Meine Eltern haben 1982 mal Urlaub in Portugal gemacht (sonst immer Fuerte etc.)und das war anscheinend richtig guter Urlaub. Ich habe den nicht so gut in Erinnerung, weil ich mit 14 das erste Mal sturmfreie Bude hatte (ok das war gut), aber meine Eltern sind einen Tag früher wiedergekommen und ich wollte genau an dem (letzten) Tag alles aufräumen. Das gab schon ziemlichen Ärger. Jedenfalls dachten sie Portugal wäre ein gutes Ziel, aber watt nu?
Zu unserer Wohnung gehörte auch Garten. Sowohl vorne, vor der Haustür, als auch hinten, wo wir uns eine schöne Sitzecke im Sommer gemacht haben. Irgendwann saßen wir mit meinen Eltern abends draußen und ein Kumpel von meinem Pa, mit dem er 12 Jahre bei der Bundeswehr zusammen viel Quatsch gemacht hatte, war in kürzester Zeit an Lungenkrebs gestorben. Dieser Kumpel mit Frau hatte 3 Jahre in den USA gelebt und dorthin wollten die beiden auch eigentlich mal wieder zurück. Und so kommt man ins Grübeln und denkt drüber nach, wie viel Zeit einem vielleicht noch so bleibt und dann hab ich zu meinen Eltern gesagt: „Warum macht ihr das nicht? Woanders hinziehen.“ Ja und dann ließen meine Eltern die Gedanken so schweifen, dann aber nicht auf eine Insel oder ganz weit weg. Portugal?
Meine Eltern haben 1982 mal Urlaub in Portugal gemacht (sonst immer Fuerte etc.)und das war anscheinend richtig guter Urlaub. Ich habe den nicht so gut in Erinnerung, weil ich mit 14 das erste Mal sturmfreie Bude hatte (ok das war gut), aber meine Eltern sind einen Tag früher wiedergekommen und ich wollte genau an dem (letzten) Tag alles aufräumen. Das gab schon ziemlichen Ärger. Jedenfalls dachten sie Portugal wäre ein gutes Ziel, aber watt nu?
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Donnerstag, 1. April 2010
Wie wir nach Portugal kamen - Teil 1
Wir gehen zurück ins Jahr 1995. Meine Eltern waren noch keine 50 und hatten plötzlich reichlich Ärger. Meine Ma war Geschäftsführerin bei einem teuren Herrenausstatter und war im Laden mit der Hand in eine Tresenglasplatte eingebrochen. Fazit: Der kleine Finger ist krumm geblieben, da half auch keine Krankengymnastik. Sie wollte Schmerzensgeld und daraufhin durfte sie gehen. Jobaussichten gegen Null. Mein Pa hatte seit ca. 18 Jahren ein eigenes Taxi, war also selbständig, ist viel selbst gefahren und hatte am Wochenende Fahrer. Plötzlich stand die Steuerfahndung vor der Tür. 3 Leute und noch zeitgleich 2 beim Steuerberater, alles durchsucht. Kann man ja auch ordentlich was beiseite schaffen mit einer Taxe. Viel haben sie nicht gefunden, aber 10.000 Mark musste er glaub ich nachzahlen. Irgendwie war es ein Malediven-Stempel im Reisepass, wo er sich für die Zeit aber arbeitend eingetragen hatte. Wie das so ist mit dem Finanzamt, wenn die was finden wollen…
Mein Mann und ich hatten gerade ein Jahr ins unserer eigenen, tollen und von uns renovierten Altbauwohnung gewohnt. 120 qm, mit 3,20 hohen Decken, 2 Wohnzimmer durch so eine weiße Holzschiebetür getrennt, riesiger Flur mit uralten Fliesen, eine so tolle Wohnung. Leider in einem 3-Parteien-Haus. Wir waren Erdgeschoss, drüber zuerst ein Ehepaar mit 3 hübschen Kindern. Als wir geklingelt haben um uns vorzustellen hat er im Schlafanzug aufgemacht. Ein dicker Mann aus der Dominikanischen Republik, machte einen netten Eindruck, nur wie immer war der erste Eindruck völlig verkehrt. Da flogen nachher Teller und Tassen. Ganz oben wohnte Hermann, der Müllmann mit seiner Ma im Rollstuhl zur Miete. Der war völlig verklemmt und schüchtern, aber lieb und höflich. Die Mutter starb irgendwann und dann hat Hermann nur noch Party gemacht. Also wir haben ihn öfter mal gegen Morgen reinlassen müssen, weil er den Schlüssel nicht finden konnte und tatsächlich ging plötzlich am Wochenende auch ein Mädel mal mit nach oben. Ich glaub schon, dass die dafür bezahlt wurde. Aber trotz seiner Sauferei ist weiterhin immer zur Arbeit gegangen. Allerdings ist er nur ein paar Jahre später gestorben, da wohnten wir nicht mehr dort. Irgendwas zwischen 40 und 50 ist er geworden. Zwischenzeitlich stand die Wohnung über uns einige Zeit leer. Was für eine himmlische Ruhe. Dann kamen Lämmergeiers...
Mein Mann und ich hatten gerade ein Jahr ins unserer eigenen, tollen und von uns renovierten Altbauwohnung gewohnt. 120 qm, mit 3,20 hohen Decken, 2 Wohnzimmer durch so eine weiße Holzschiebetür getrennt, riesiger Flur mit uralten Fliesen, eine so tolle Wohnung. Leider in einem 3-Parteien-Haus. Wir waren Erdgeschoss, drüber zuerst ein Ehepaar mit 3 hübschen Kindern. Als wir geklingelt haben um uns vorzustellen hat er im Schlafanzug aufgemacht. Ein dicker Mann aus der Dominikanischen Republik, machte einen netten Eindruck, nur wie immer war der erste Eindruck völlig verkehrt. Da flogen nachher Teller und Tassen. Ganz oben wohnte Hermann, der Müllmann mit seiner Ma im Rollstuhl zur Miete. Der war völlig verklemmt und schüchtern, aber lieb und höflich. Die Mutter starb irgendwann und dann hat Hermann nur noch Party gemacht. Also wir haben ihn öfter mal gegen Morgen reinlassen müssen, weil er den Schlüssel nicht finden konnte und tatsächlich ging plötzlich am Wochenende auch ein Mädel mal mit nach oben. Ich glaub schon, dass die dafür bezahlt wurde. Aber trotz seiner Sauferei ist weiterhin immer zur Arbeit gegangen. Allerdings ist er nur ein paar Jahre später gestorben, da wohnten wir nicht mehr dort. Irgendwas zwischen 40 und 50 ist er geworden. Zwischenzeitlich stand die Wohnung über uns einige Zeit leer. Was für eine himmlische Ruhe. Dann kamen Lämmergeiers...
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